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Das Stadtarchiv Radebeul ist wegen großer Enge an einen neuen Standort gezogen

Das Stadtarchiv Radebeul ist wegen großer Enge an einen neuen Standort gezogen

"Nein, ein zweites Mal mache ich das nicht", sagt Annette Karnatz und lacht. Sie ist nach wochenlangem Umzug mit dem von ihr geleiteten Stadtarchiv angekommen am neuen Standort an der Wasastraße 50. Zumindest fast.

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Ordnungsbürgermeister Christian Werner (CDU) in der Archivbibliothek des Stadtarchivs. Sie ist im neuen Domizil an der Wasastraße unmittelbar hinter dem DDR-Museum in einem eigenen Raum untergebracht, was die Nutzung erleichtert. Fotos (2): Martin Förster

Quelle: Martin Förster

1500 Umzugskisten haben sie und ihre drei Mitarbeiter schon ausgepackt. "Und ein Ende ist nicht in Sicht", weiß sie. Die Personenstandsdaten, die derzeit noch im ehemaligen Standesamt am Rosa-Luxemburg-Platz lagern, werden als nächstes geholt. Außerdem fehlen noch Bauakten. Vier Wochen nach Ostern sei wohl alles da, glaubt Karnatz. Nicht nur wegen dieser Umzugsstrapazen hofft sie, dass das eigentlich als Provisorium gedachte Domizil eine dauerhafte Bleibe ist.

Die Bedingungen dort seien ideal, meint sie. Zumindest gemessen an dem, was die Radebeuler Stadtarchivarin bisher erdulden musste. Viel zu klein waren die Räume am alten Standort an der Gohliser Straße. Deshalb lagerten viele Aktenbestände, vor allem solche, die nachträglich in die Verantwortung des Stadtarchivs kamen, irgendwo außerhalb. Eine ordentliche Archivarbeit, zu der auch das Bearbeiten von Anfragen gehört, war so nur schwer möglich. Zuletzt habe man die Anfragen, die die beim Standesamt lagernden Aufzeichnungen betreffen, auflaufen lassen müssen, sagt Karnatz bedauernd. Dabei hat gerade dieser Bereich, in dem sich Familienforscher, Klärungsgesuche in Erbfragen und Behörden tummeln, die Besitzverhältnisse klären wollen, in der Anfragestatistik ordentlich zugelegt. "Seit die Personenstandsakten 2009 zu uns kamen, haben die Anfragen um etwa 100 pro Jahr zugenommen", sagt Karnatz.

Möglich, dass sich dieser Boom noch verstärkt, weil das Stadtarchiv nun über einen angemessenen Nutzerraum mit sechs bis zwölf Arbeitsplätzen verfügt. Seine Einrichtung ist eine der wenigen Änderungen, die vor dem Umzug notwendig waren. Sonst traf Karnatz in den ehemaligen Büro- und Archivräumen des Arzneiherstellers Teva unerwartet günstige Bedingungen an. Sogar Rollregale waren vorhanden, auch wenn ein weiteres, für Akten im größeren Folioformat geeignetes Rollregal noch angeschafft werden musste. Auf rund 20 000 Euro werden die Umzugskosten geschätzt. Das ist vergleichsweise günstig, wenn man den Umfang des Archivs bedenkt.

Auf 900 bis 1000 laufende Meter schätzt Karnatz den Archivbestand. So genau kann sie das noch nicht sagen, weil immer noch Akten außerhalb lagern, darunter auch etwa 60 laufende Meter Bauakten aus den Jahren 1990 bis 1994, die beim damals zuständigen Landratsamt Meißen angelegt wurden und jetzt in Radebeuler Besitz übergehen sollen. Jedes Jahr bekommt Karnatz von der Verwaltung 50 bis 60 weitere laufende Meter, von denen sie aber nur rund ein Zehntel in die Bestände übernimmt. Dennoch: Das Stadtarchiv wird weiter wachsen. Deshalb sind die Räume mit knapp 1000 Quadratmetern großzügig gewählt. Auf zehn Jahre ist der Mietvertrag angelegt, mit einer Option auf Verlängerung.

Wegen der guten Erfahrungen will die Stadt weitere Räume am Standort anmieten. Dort sollen dann Kunstdepot und ein Teil der Hoflößnitz-Sammlungen übergangsweise unterkommen, die derzeit noch in Räumen der Oberschule Mitte untergebracht sind. Spätestens im Schuljahr 2015/16 braucht die Schule diese Räume wegen wachsender Schülerzahlen wieder, weshalb ein Auszug noch in diesem Sommer nötig ist, wie Ordnungsbürgermeister Christian Werner (CDU) sagt. Anschließend sollen die Klassenzimmer hergerichtet werden. Das ebenfalls im Schulgebäude untergebrachte Depot des Stadtmuseums hat schon Räume im Archiv bekommen, die langfristig jedoch als Erweiterungsfläche für die Archivbestände gedacht sind.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.04.2014

Uwe Hofmann

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