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Dachser in Radeburg wappnet sich für die Zukunft

Dachser in Radeburg wappnet sich für die Zukunft

Der Mann hat einen Siebenjahresplan: Bernd Häger, Radeburger Niederlassungsleiter des Logistikunternehmens Dachser, sieht der Zukunft gelassen entgegen.

Radeburg.

Von Stephan Klingbeil

Radeburg. Der Mann hat einen Siebenjahresplan: Bernd Häger, Radeburger Niederlassungsleiter des Logistikunternehmens Dachser, sieht der Zukunft gelassen entgegen. "Ich glaube, dass es in den nächsten Jahren weiterhin Wachstum gibt", sagt der 46-Jährige. Fünf bis zehn Prozent seien möglich. Die 22,5 Millionen Euro, die man in den neuen Standort in Radeburg an der Autobahn 13 investiert, seien gut angelegt.

Seit dem Frühjahr wird dort gebaut. Der Stadtrat hatte der Erweiterung des Gewerbegebiets in Radeburg-Süd zugestimmt. Vorhandene Teilflächen des Gewerbeparks waren Häger zufolge zu klein gewesen für das neue Dachser Logistikzentrum Dresden.

Der Konzern hatte nach dem Beschluss nicht nur Planung und Erschließung des Areals übernommen, das fast so groß ist wie 20 Fußballfelder. Darüber hinaus bezahlt Dachser alles aus eigener Tasche. Fördermittel gebe es nur für produzierendes Gewerbe. Doch die Logistiker mit Hauptsitz im bayrischen Kempten können den Neubau stemmen.

Zweistelliges Umsatzwachstum

Der Dienstleister mit seinem Netz aus weltweit 315 nahezu eigenständigen Standorten hat 2011 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro verzeichnet - 13 Prozent mehr als 2010. Im Krisenjahr zuvor lag der Umsatz fast eine Milliarde Euro niedriger. Seither wächst Dachser. Die Zahl der Mitarbeiter stieg weltweit auf 21 000 an.

In Radeburg, wo Dachser keine eigenen Umsatzzahlen nennt, sind es 180. Sie stapeln Pakete, prüfen Papiere, nehmen am Computer Aufträge entgegen. Sie organisieren den Umschlag, sorgen dafür, dass täglich 1000 Tonnen Fracht vor allem nach Deutschland, Frankreich und Osteuropa gebracht werden. Über 50 Prozent der Mitarbeiter seien Frauen. Nicht mitgezählt sind die vielen Subunternehmer, die täglich Pakete mit Käse, Stollen, Fernsehern, Baustoffen oder Spielzeug zu Gewerbetreibenden kutschieren. Zuletzt wurden zwölf neue Azubis begrüßt, insgesamt gebe es über 30. Wer bei Dachser anfängt, werde zu 99 Prozent übernommen, sagt Häger. Noch heute gebe es viele Mitarbeiter, die seit 1994, also seit der Ansiedlung des Logistikexperten an der Pfälzer Allee, dabei seien. Auch er habe bei Dachser Karriere gemacht. Vor 20 Jahren zog der Speditionskaufmann nach Dresden. Er wollte etwas mit aufbauen. "Dresden ist eine schöne Stadt und hier habe ich meine Frau kennengelernt", sagt Häger.

Eigene Lkw-Waschanlage geplant

Viele Mitarbeiter kennt der gebürtige Allgäuer beim Namen. Sie alle sollen in den neuen Standort umziehen. Bis 2017 kämen 120 neue Mitarbeiter hinzu. Sie arbeiten dann im 4100 Quadratmeter großen Hallenneubau, wo Lebensmittel bei zwei bis sieben Grad über die neue Unterflurförderanlage transportiert und auf die Lkws verteilt werden. Nebenan, in der 6800 Quadratmeter großen Halle, wird dann Industriegut bewegt.

Das Bürogebäude wird gerade errichtet. Der Technikanbau steht bereits. Eine eigene Tankstelle wird gebaut, ebenso eine Lkw-Waschanlage. Eine Premiere bei Dachser in Radeburg. "Die Laster sollen doch sauber aussehen, wenn sie unterwegs sind", erklärt Häger. Vor Kurzem war Richtfest. Ende November soll alles fertig sein.

Ab Mitte Januar soll hier spätestens der Betrieb aufgenommen werden. Was mit dem bisherigen 900 Meter entfernten Radeburger Standort passiert, kläre sich bis Oktober. Entweder wird er verkauft, vermietet oder man nutze das Areal weiter selbst, sagt Häger. Möglich sei zudem, dass der neue Komplex an der A13 später erweitert wird. Wenn sich die Erwartungen erfüllen, werden zwei weitere Depots für Lebensmittel und Industriegut errichtet. In dem dichten Netz aus weltweit verteilten, regional fast eigenständigen Logistikstandorten von Dachser darf keine Zeit verschwendet werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.09.2012

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