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DRK: Immer weniger sächsische Kinder können schwimmen - 20 Menschen in Sachsen ertrunken

DRK: Immer weniger sächsische Kinder können schwimmen - 20 Menschen in Sachsen ertrunken

Immer weniger sächsische Kinder können nach Einschätzung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schwimmen - obwohl es an den Schulen einen Schwimmunterricht gibt. Für Michael Birkner, Chef der DRK-Wasserwacht, hängt das vor allem mit zunehmender Unsportlichkeit zusammen.

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Immer weniger sächsischen Kinder können schwimmen.

Quelle: Axel Heimken

Viele Kinder seien zu dick, sagte er am Mittwoch in Dresden zur Bilanz der Wasser- und der Bergwacht. Beim Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ müssten sich Kinder nur 25 Meter weit über Wasser halten. „Das bedeutet nicht, dass derjenige auch schwimmen kann“, sagte Birkner und kritisierte die sinkende „Schwimmfähigkeit“ in der Bevölkerung.

Laut DRK-Statistik sind in diesem Jahr in Sachsen 20 Menschen ertrunken oder durch Herzschlag im Wasser gestorben, darunter drei Frauen. 2012 gab es 17 Todesfälle. Das Durchschnittsalter der Todesopfer dieses Jahres lag bei 47 Jahren, das jüngste war ein zwei Jahre alter Junge, der in den Fluss Weißeritz fiel. Birkner verwies darauf, dass viele Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor allem bei Hitze Probleme bekommen und mitunter ihr Leistungsvermögen überschätzen. Das macht sich beispielsweise auch bei Wanderunfällen bemerkbar, über die der Leiter der DRK-Bergwacht, Hans Peter Horna berichtete.

In der Bilanz stehen 74 Unfälle beim Wandern nur elf Unfällen beim Klettern gegenüber. Viele Wanderer seien nicht „trittfest“, sagte Horna. Insgesamt war die Bergwacht in diesem Jahr bei 536 Einsätzen gefragt, mehr als zwei Drittel davon in den Wintersportgebieten. Auch fünf Tote mussten im Gebirge geborgen werden. Diese Zahl umfasst aber auch diejenigen, die Selbstmord verübten und von einem Felsen sprangen. Den spektakulärsten Einsatz hatte die Bergwacht gleich im Januar, als acht Menschen vom Sessellift in Oberwiesenthal gerettet werden mussten. Blitzeis hatte den Lift zum Stehen gebracht. Das Training für Seilbahn-Notfälle soll nun verstärkt werden.

Auch die Wasserwacht reagiert auf neue Anforderungen wie Hochwasser. Künftig sollen in jedem Landkreis Teams aus mindestens fünf „Fließwasserrettern“ mit entsprechender Ausrüstung gebildet werden. Dahinter verbergen sich Rettungskräfte, die von Fluten bedrohte Menschen in Sicherheit bringen und sich beispielsweise auch an Brückenpfeilern abseilen können. Wasserwacht und Bergwacht suchen weiter nach Mitstreitern, auch ehrenamtliche Helfer sind willkommen.

dpa

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