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DNN-Wandervorschlag: Über die Nikolsdorfer Wände zum Labyrinth

DNN-Wandervorschlag: Über die Nikolsdorfer Wände zum Labyrinth

Die Namensgebung "Labyrinth" für diese bizzare Felsengruppe stammt vermutlich aus der Zeit der Romantik. Die starke Wandverwitterung, die zur Zerklüftung der Sandsteinblöcke in einem relativ kleinen Bereich führte, erweckte ein großes Interesse bei den Schweiz-Besuchern.

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Ein Besuch des Labyrinths hält viele Überraschungen bereit.

Quelle: H. Strohbach

Enge Spalten, verschieden hohe Blöcke, Sanduhren und abgestürzte Felsen schufen mannigfache Engpässe sowie Tunnels und machten dieses kleine Gebiet zu einem Klettereiland.

Wir wollen dem Labyrinth auf unserer Wanderung deshalb einen Besuch abstatten. Ausgangspunkt ist die kleine Ortschaft Leupoldishain zwischen Pirna und Königstein. Leupoldishain und das anliegende Nikolsdorf sind zwei kleine Rodedörfer aus der Siedlungszeit des 13. Jahrhunderts. Ihren Namen verdanken sie den Anführern der Siedler. An der Bushaltestelle Dorfplatz, wo sich auch der Parkplatz befindet, steht eine gute Übersichtstafel, auf der wir unsere Route ersehen können. Die Rundwanderung folgt ausschließlich dem grünen Punkt. Zuerst wandern wir links ein Stück auf der "Promenade" entlang und biegen dann in Bährs Grund ein. Hinter dem Naturtheater, welches aus der Vorwendezeit stammt und damals Unterhaltung für die FDGB-Urlauber bot, klettern wir auf die Hochfläche empor. Der Kiefern- und Laubmischwald ist vom Adlerfarn dominiert. Er hat auf kalkarmen Böden kosmopolitisch seine Verbreitung. Die Gefäßbündel des Wedels zeigen grundnah bei schräg geführtem Schnitt ungefähr das Bild eines Doppeladlers, was zu seinem Namen führte. Interessant ist, dass die Südjapaner die Wurzelstöcke als Nahrung nutzen. Auf den Kanaren wird daraus Brot gebacken.

Im leichten Auf und Ab auf Pfaden oder Wirtschaftswegen erreichen wir schließlich das Labyrinth. Eine gute Karte ist dabei hilfreich, da die Markierung an verschiedenen Abzweigungen fehlt.

Zum Eingang in das Felsengewirr geht es etwas nach oben. Sowohl äußere als auch innere (chemische) Kräfte haben den Felsen arg zugesetzt. Kiefern und Birken sind rar im Gebiet, Fichten fehlen wegen Nahrungsmangel ganz. Beobachten können wir an einigen Stellen die gelbe Schwefelflechte und den allerdings angepflanzten Fingerhut. An einigen Stellen finden wir auch Sanduhren, die durch Sickerwasser und chemische Reaktionen entstanden. Die Gemeinde Bielatal versah einen möglichen Weg mit Wegemarken von 1 bis 30. Leitern erleichtern an wenigen Stellen den Aufstieg in die teilweise sehr engen Felsspalten. Rucksackträger oder schwergewichtige Personen haben es bisweilen schwer, sich durchzuzwängen. Eine gewisse sportliche Beweglichkeit ist notwendig, um die teilweise engen oder höhenversetzten Stellen zu meistern. Eine Schlüsselstellung ist dafür der Felsdurchgang Nr. 2. Deshalb seien unsportliche Wanderer eher gewarnt. Für sportliche Wanderer und die Jugend ist das Labyrinth dafür ein wahres Eldorado. Doch es gibt keinen Grund, mutlos zu werden. Beim Abschreiten des Geländes lassen sich einige Stellen entdecken, die ein einfacheres Eindringen in das Felsgewirr ermöglichen.

Nach ausgiebiger Erkundung folgen wir wieder dem grünen Punkt. Er ist jetzt gekoppelt mit dem Reitwegzeichen und führt in den Dürren Grund. Wenn später die grüne Markierung links abzweigt, haben wir die Wahl: Entweder geradeaus den kurzen Weg oder links über die Breite Heide nach Leupoldishain zurück.

Service: Als Wanderkarte sei empfohlen No. 10 "Vordere Sächsische Schweiz" von Sachsen Kartographie Dresden. Die Haltestelle "Leupoldishain Dorfplatz" erreichen wir mit dem Bus von Pirna aus. Pkw-Parkplatz direkt an der Haltestelle. Als Zeitfaktor sollten wir drei Stunden einplanen. VVO-Hotline: 0351/8 52 65 55

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.11.2014

dnn

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