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DNN-Wandervorschlag: Auf den Spuren der Frühlingsboten

DNN-Wandervorschlag: Auf den Spuren der Frühlingsboten

Im Polenztal, zwischen Neustadt und Hohnstein, sind unsere Frühlingsboten, die Märzenbecher, jedes Jahr zu Tausenden in Blüte. Ganze Wiesen werden mit einem weißen Schleier überzogen.

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Die kleinen grünen Punkte an den Blütenblättern unterscheiden die Märzenbecher deutlich von den Schneeglöckchen.

Quelle: Heinz Strohbach

Verwandt sind die Märzenbecher, lateinisch Leucojum vernum, mit den Schneeglöckchen. Doch die kleinen Blüten sind mehr rund und jedes Blütenblatt hat einen grünen Tupfer an der Spitze. Heute stehen unsere Frühlingsboten unter strengem Naturschutz. Um dem Wanderer die richtige Zeit anzugeben, veröffentlichte der Wirt der Bockmühle bei Cunnersdorf jedes Jahr den Slogan "Die Märzenbecher blühn". Diesem Ruf folgten die Wanderer zu Tausenden. Der günstigste Zeitpunkt ist gekommen, wenn in unseren Hausgärten die Schneeglöckchen am Verblühen sind.

Unsere Rundtour wollen wir an der Heeselichtmühle bei Hohnstein beginnen. An ihr befinden sich die Bushaltestelle und Parkmöglichkeiten. Die erste Nachricht von dieser ehemaligen Mühle stammt aus dem Jahre 1561. Sie gehörte dem Heeselichter Erbrichter Krause und hatte drei Mahlgänge und eine Brettschneide. Der spätere Besitzer Oswin Barthel und seine Söhne waren in Touristenkreisen weit bekannt und beliebt. 1959, nach der Stilllegung, wurde sie zu einem Kinder- und Erholungsheim. Heute dient sie wieder Wohnzwecken.

Bald finden wir am Rand und auf der Wiese unsere ersten Frühlingsboten. Meist sind die Wege nass und auch keine Promenade, weshalb diese Tour weder mit Kinderwagen noch mit Fahrrädern möglich ist. Festes Schuhwerk ist unbedingt angebracht. Bald passieren wir die nächste ehemalige Mühle, die Scheibenmühle. Sie wurde erst 1759 errichtet, da die Heeselichtmühle zeitweise überfordert war. Man begnügte sich zunächst mit dem Heeselichter Dorfbachwasser. Doch diese Wassermenge reichte nicht aus, weswegen der Müller Polenztalwasser abzweigen musste. Dies führte jedoch zu einem langen Streit mit dem Müller der Heeselichtmühle.

Vor der Wende war die Mühle Ferienheim. Jetzt dient sie wieder Wohnzwecken. Unser Weg, der mit dem roten Punkt ausgezeichnet ist, führt an den Prallhängen der mäandernden Polenz entlang. Immer wieder bekommen wir ganze Büschel der Märzenbecher am Ufer oder an feuchten Standorten zu Gesicht. Durch ihre Zwiebel ist die Pflanze in der Lage, alle Wuchsstoffe für ein frühes Blühen zu speichern. Jede Zwiebel bringt nur eine Blüte hervor, die sich aber wochenlang hält.

Die Bockmühle ist unsere dritte Mühle, heute Gasthaus. Sie ist schon sehr alt. 1639 wurde sie durch schwedische Soldadeska völlig niedergebrannt und anschließend vom Besitzer Hannewaldt wieder aufgebaut. Nun verlassen wir mit dem grünen Strich das Polenztal Richtung Stolpen. Auf der Ebenheit gelangen wir an die Gebäude des Luschdorfhofes. Hier biegen wir links ohne Markierung auf den Feldweg ein. Erst durch Feldfluren, dann durch den Wald laufen wir meist geradeaus auf dem Steinweg nach Heeselicht. Das Erbgericht am Dorfplatz bietet eine zweite Möglichkeit zur Stärkung. Jetzt biegen wir mit dem gelben Strich links weg wieder ins Polenztal hinunter. An der Scheibenmühle haben wir unsere Rundwanderung geschlossen, und bald ist auch die Heeselichtmühle wieder erreicht.

Die Heeselichtmühle im Polenztal erreichen wir mit der Buslinie 237, Pirna-Hohnstein. Parkplatz am Ort. Als Wanderkarte sei empfohlen No. 90, "Sebnitz und Umgebung". Für die 13 Kilometer lange Wanderung sollten wir reichlich vier Stunden einplanen. VVO-Hotline: 0351/8 52 65 55.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.03.2015

dnn

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