Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 0 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
DNN-Interview mit Klaudia Schümann von der Brücke/Most-Stiftung

DNN-Interview mit Klaudia Schümann von der Brücke/Most-Stiftung

Frage: Frau Schümann, Sie organisieren die Deutsch-Tschechischen Begegnungstage. Klaudia Schümann: In erster Linie treffen sich Schüler des neuen deutsch-tschechischen Jahrgangs des bilingualen Schiller-Gymnasiums in Pirna.

Voriger Artikel
Erstes Prüfsiegel für Notaufnahme der Elblandkliniken Meißen
Nächster Artikel
Schlossterrasse in Moritzburg wird saniert

Klaudia Schümann arbeitet seit November 2011 als pädagogische Leiterin der Brücke/Most-Stiftung. Zu ihren Aufgaben gehört die Organisation von Konferenzen, Seminaren, Studienreisen, Workshops und Jugendbegegnungen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Frage: Frau Schümann, Sie organisieren die Deutsch-Tschechischen Begegnungstage. Wer trifft sich da?

Klaudia Schümann: In erster Linie treffen sich Schüler des neuen deutsch-tschechischen Jahrgangs des bilingualen Schiller-Gymnasiums in Pirna. Teilweise stehen die Jugendlichen aus Tschechien und Deutschland bereits im Briefkontakt miteinander, aber letztlich kennen sie sich nicht persönlich. Von der siebenten bis zur zwölften Klasse werden die 29 Mädchen und Jungen ab nächster Woche gemeinsam in Pirna lernen. Bei uns verbringen die Schülerinnen und Schüler zwei Tage gemeinsam in der Brücke-Villa, um sich kennen zu lernen.

Seit wann gibt es die Zusammenarbeit mit dem Schiller-Gymnasium?

Die Begegnungstage gibt es seit der Gründung der Stiftung. Es ist eines der allerersten Projekte. Seit 15 Jahren kommen die Schüler zu uns. Die Begegnung beginnt mit einer Begrüßungsfeier, an der Eltern und Geschwister aber auch Vertreter des Tschechischen Generalkonsulats, des Kultusministeriums sowie des Tschechischen Bildungsministeriums teilnehmen.

Gibt es weitere gemeinsame Projekte mit dem Schiller-Gymnasium?

Ein großer Projektbereich der Stiftung ist die Arbeit mit Zeitzeugen. Überlebende von Holocaust und Zwangsarbeit berichten in Gesprächen über ihre Erlebnisse und Erfahrungen. Mein Kollege Werner Imhof organisiert Zeitzeugengespräche nicht nur am Schiller-Gymnasium, sondern an Schulen in der Euroregion Elbe/Labe. Seit Beginn des Zeitzeugenprojekts Anfang 2003 fanden über 600 Begegnungen statt, bei denen über 20 000 Jugendliche authentische Berichte aus der Protektoratszeit erhalten und mit Überlebenden sprechen.

Ein großes Projekt der Stiftung sind die Deutsch-Tschechischen Kulturtage. Auf was können sich die Bewohner der Region dieses Jahr freuen?

Die Kulturtage haben sich mit den Jahren zu einem grenzüberschreitenden Festival entwickelt. Im vergangenen Jahr zählten wir knapp 12 500 Besucher. Die 14. Auflage findet vom 25. bis 11. November statt. An den 18 Tagen sind 56 Veranstaltungen geplant. Zählt man den Prolog und Epilog mit, gibt es sogar 90 Veranstaltungen mit 250 Künstlerinnen und Künstlern. Im Landschloss Zuschendorf gastiert am 27. Oktober das Gitarrenduo Siempre Nuevo. Ein Konzert mit Werken des tschechischen Komponisten Pavel Josef Vejvanovsky ist am 4. November in der Sebnitzer Stadtkirche zu erleben.

Sie koordinieren die pädagogische Arbeit der Stiftung. Was sind Ihre Pläne für neue Projekte?

Mein spezifisches Interesse gilt kreativen Formaten. Um alle Zielgruppen, vor allem Kinder und Jugendliche, für Themen der politischen und historischen Bildungsarbeit zu begeistern, möchte ich diese kreativ verpacken - zum Beispiel in einem Radio-Workshop, Graffiti-Workshop oder Film. Für die Euroregion Elbe/Labe bereiten wir gerade einen Animationsfilm-Workshop vor.

Interview: Silvio Kuhnert

www.bruecke-most-stiftung.de

Pirna. Bevor am kommenden Montag das neue Schuljahr beginnt, bekommen die Abc-Schützen am Wochenende ihre Zuckertüten. Die Schulanfangsfeier hat der neue Jahrgang des deutsch-tschechischen Bildungsgangs am Schiller-Gymnasium schon lange hinter sich. Um den Start in die gemeinsame Schulzeit den Mädchen und Jungen zu erleichtern, organisiert die Brücke/Most-Stiftung wieder die Deutsch-Tschechischen Begegnungstage. Was es damit auf sich hat und was die Stiftung in ihrem 15-jährigen Bestehen noch so auf die Beine stellt, berichtet die Pädagogische Leiterin Klaudia Schümann im DNN-Interview.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.08.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

29.04.2017 - 21:03 Uhr

Rückschlag im Abstiegskampf der Landesklasse Ost für den Dresdner SC: In Neustadt an der Spree waren die Friedrichstädter letztlich ohne echte Chance und verloren 0:4.

mehr