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DNN-Interview am Donnerstag: heute mit Klaus Fiedler über das Weltnaturerbe

DNN-Interview am Donnerstag: heute mit Klaus Fiedler über das Weltnaturerbe

In diesem Jahr könnte noch das Gutachten über die Titeltauglichkeit der "Sächsisch-Böhmischen Schweiz" als Unesco-Welterbe vorliegen. Darüber informiert der Pirnaer Titelkämpfer und Koordinator der SPD-AG "Euroregion Elbe/Labe" im DNN-Interview.

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Klaus Fiedler

Quelle: Silvio Kuhnert

Um den Kampf für den Weltnaturerbetitel ist es still geworden. Oder täusche ich mich?

Klaus Fiedler: Ruhig ist es nicht geworden. Bis zur Anerkennung der Sächsisch-Böhmischen Schweiz als Weltnaturerbe durch die Unesco braucht es seine Zeit. Es ist ein längerer Prozess. Im Umweltministerium in Prag werden noch dieses Jahr entsprechende Weichen gestellt, um ein wichtiges Stück weiter voran zu kommen.

Wie sehen die Weichen aus?

Lukas Pokorny - Mitarbeiter im tschechischen Umweltministerium und Mitglied der tschechischen Kommission für das Projekt "Weltnaturerbe Sächsisch-Böhmische Schweiz" - ist für die SPD-AG ein wichtiges Bindeglied auf dem Weg zum Weltnaturerbe. Er teilte mir mit, dass man gegenwärtig den Besuch des Gutachters Professor Paul Williams aus Neuseeland vorbereitet. Er kommt auf Empfehlung der Unesco in die Sächsisch-Böhmische Schweiz und wird die infrage kommenden Gebiete besichtigen. Sein Besuch wird in September sein. Anschließend wird er seine Expertise verfassen. Die tschechische Seite setzt sich sehr stark für den Unesco-Titel ein. Das Projekt "Weltnaturerbe" ist auf der Prioritätenliste im tschechischen Umweltministerium auf einem der vorderen Plätze angesiedelt.

Setzt sich die deutsche Seite nicht energisch genug für den Titel ein?

Auf deutscher Seite ist auch einiges passiert. Die bereits vorliegende Potenzialanalyse wurde auf den neuesten Stand gebracht und ins Englische übersetzt. Das ist ein Resultat der letzten Treffen der deutsch-tschechischen Arbeitsgruppen. Vom Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, das stellvertretend für den Freistaat das Projekt fortführt, wünschte ich mir mehr Unterstützung und Aktivitäten für die Sache des Weltnaturerbes. Bevor Williams die Region besucht und auf Titeltauglichkeit untersucht, sollte die AG noch einmal zusammenkommen.

Welche Bedeutung hat das Gutachten?

Mit der Expertise von Professor Williams steht und fällt das Vorhaben. Die Na- tionalparkregionen diesseits und jenseits der Grenze haben an und für sich das Potenzial für den Weltnaturerbetitel, was mich optimistisch stimmt. Das Ergebnis von Professor Williams wird noch in diesem Jahr erwartet. Bei einer positiven Beurteilung geht die Arbeit erst richtig los. Ich werde in diesem Jahr 72 Jahre alt. In meinem 75. Lebens- jahr möchte ich gern die Anerkennung der Sächsisch-Böhmischen Schweiz als Weltnaturerbe erleben.

Und bis der Titel da ist, solange wandern Sie weiter?

In diesem Jahr geht es am 13. September auf den Pfaffenstein. Treffpunkt der Wanderung ist 9.50 Uhr in Königstein auf dem Reißiger Platz. Der Flyer für die Weltnaturerbewanderung ist erhältlich im SPD-Bürgerbüro, Lange Straße 43, oder durch Anfrage unter 03501/50 90 64 oder per E-Mail an klaus.fiedler@spdsoe.de erhältlich.

Mit Tschechien verbindet Sie nicht nur das Welterbe, sondern auch das Roma-Zentrum in Decin...

Am 29. Mai ist der offizielle Start der Vorschulbetreuung für Roma-Kinder. Dieses Projekt ist einmalig in unserem Nachbarland. Das Roma-Zentrum Decin schreibt wegweisend für Tschechien schon jetzt pädagogische Geschichte. Ab nächsten Donnerstag erhalten Roma-Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren werktags einen Vorschulunterricht. Das ist der richtige Weg für diese Kinder, damit sie als Abc-Schützen beispielsweise keine Probleme mit der tschechischen Sprache in der Grundschule haben.Vom Stadtamt Decin erhält das Roma-Zentrum in diesem Jahr für die Vorschulbetreuung 6800 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.05.2014

Silvio Kuhnert

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