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DNN-Donnerstagsinterview mit Robert Arendt von der Sportjugend des Kreissportbundes

DNN-Donnerstagsinterview mit Robert Arendt von der Sportjugend des Kreissportbundes

Frage: Die KSB-Sportjugend hat ein neues Projekt gestartet. Robert Arendt: "Kita in Form" ist ein Bewegungsprojekt für Kindergärten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

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Quelle: Silvio Kuhnert

Frage: Die KSB-Sportjugend hat ein neues Projekt gestartet. Was ist "Kita in Form"?

Robert Arendt: "Kita in Form" ist ein Bewegungsprojekt für Kindergärten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Es ist sehr praxisorientiert. Mit wenigen Mitteln führen Referenten in fünf Einrichtungen innerhalb von zwei Monaten Bewegungsstunden mit Kindern und Erziehern durch.

Warum hat die KSB-Sportjugend das Projekt initiiert? Bewegen sich die Kinder heute zu wenig?

Durch unsere zahlreichen Projekte in den vergangenen Jahren haben wir die Erfahrung gemacht, dass viele Kinder Probleme mit Grob- und Feinmotorik, Ausdauer und Konzentration haben und dass sie an Fettleibigkeit leiden. Dies bestätigen auch Daten der Vorschuluntersuchungen des Jugendärztlichen Dienstes des Landratsamtes. Hinzukommt, dass der Sport in der Ausbildung der Erzieher kaum noch einen Stellenwert hat. Das heißt, es fehlt die Fachkompetenz, um gesundheitsfördernd mit den Kindergartenkindern Sport zu treiben. Diese Kompetenz möchten wir gern wieder in die Kitas tragen.

Haben Sie ein Beispiel für fehlende Sportkompetenz?

Da wäre der Purzelbaum. In vielen Kitas herrscht die Meinung vor, dass die Rolle vorwärts gesundheitsschädigend und deshalb nicht gelernt werden sollte. Dies widerspricht allerdings dem Lehrplan an Grundschulen. Dort erfolgen Leistungskontrollen und die Sportlehrer setzen voraus, dass die Kinder den Purzelbaum bringen. Unsere Vermutung ist, dass aufgrund der fehlenden Kompetenz, Sportübungen den Kindern zu vermitteln, die Angst vor so einfachen Übungen wie dem Purzelbaum in den Kitas vorherrscht. Die Erzieher meinen, bevor sie etwas falsch machen, lassen sie es lieber sein. Sport muss in der Ausbildung der Erzieher wieder eine Rolle spielen.

Was machen die KSB-Referenten mit Erziehern und Kindern?

Wir führen Bewegungsstunden durch. Mit Themen wie Dschungel oder Baustelle werden den Kindern Sportübungen spielerisch vermittelt. Eingebettet in eine kleine Geschichte lernen sie motorische Grundformen wie Werfen und Fangen, trainieren den Gleichgewichtssinn beim Balancieren, verbessern ihre Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit aber auch die Unterscheidung von Farben. Bei den Übungen kommen viele Alltagsmaterialien wie Bälle, Flaschen, Wäscheklammern oder Schwämme zum Einsatz.

Das Projekt endet in diesem Monat. Soll es weitergehen?

Wir möchten das Projekt gern auch in Zukunft weiterhin anbieten. Unser Ziel ist es, im nächsten Jahr wieder in fünf Kitas mit unserem Angebot zu gehen. Gern würden wir es auch erweitern, dafür benötigen wir aber Unterstützung.

Interview: Silvio Kuhnert

Pirna. Die Jugend des Kreissportbundes (KSB) Sächsische Schweiz-Osterzgebirge möchte wieder mehr Sport in die Kindergärten bringen. Nach dem Modellprojekt "Sportbetonte Kita" haben sie ein neues Konzept erarbeitet. Seit Ende September bringt die Sportjugend Kinder und Erzieher in Form. Über das neue Projekt berichtet KSB-Jugendsportkoordinator Robert Arendt im DNN-Interview.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.10.2012

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