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DLRG in Pirna feiert 25-jähriges Bestehen als Verein

Lebensretter DLRG in Pirna feiert 25-jähriges Bestehen als Verein

Pirnas OB bei der DLRG – Trockentauchen im weißen Hemd und mit Sauerstoff ausgerüstet: Stadtoberhaupt Klaus-Peter Hanke (parteilos) hat die Lebensretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bezirk „Obere Elbe“ in Pirna besucht und sich in ihrem nach der Juni-Flut 2013 frisch sanierten Vereinsgebäude samt Stützpunkt an der Klosterstraße 7 b umgeschaut.

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Pirnas OB Klaus-Peter Hanke bekommt von Michael Moschke ein Tauchjacket für Einsatztaucher mit zwölf Litern Pressluft und Vollgesichtsmaske inklusive Unterwasser-Sprecheinheit umgeschnallt. Diese Gerätschaften werden im Taucheinsatz verwendet.

Quelle: Daniel Förster

Pirna. Pirnas OB bei der DLRG – Trockentauchen im weißen Hemd und mit Sauerstoff ausgerüstet: Stadtoberhaupt Klaus-Peter Hanke (parteilos) hat die Lebensretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bezirk „Obere Elbe“ in Pirna besucht und sich in ihrem nach der Juni-Flut 2013 frisch sanierten Vereinsgebäude samt Stützpunkt an der Klosterstraße 7 b umgeschaut. Der Verein ist nunmehr über 25 Jahre alt und die Rettungsschwimmer zeigten der Öffentlichkeit, was sie alles machen. Und der OB war hautnah dabei. Tauchen zum Anfassen hieß es bei dem Ressortleiter Tauchen Michael Moschke. Das Stadtoberhaupt durfte ein Tauchjacket samt Pressluftflasche anlegen - frei nach dem Motto: wenn ihm das Wasser bis zum Hals steht, kann er ja abtauchen. Für Sicherheit am und im Wasser sorgen dann allemal die Lebensretter vom DLRG Bezirk „Obere Elbe“.

Zu DDR-Zeiten bis zur Wende 1989 waren die Rettungsschwimmer in Pirna und dem Altkreis wie in der DDR generell beim staatlichen Deutschen Roten Kreuz (DRK) organisiert. Als spezielle Sektion bildeten sie den Wasserrettungsdienst. Nach der Wende gab es beim DRK Pirna für die Spezialeinheiten wie eben dem Wasserrettungsdienst oder die Bergwacht auf einmal keinen Ansprechpartner mehr. Die Mitarbeiter waren in den Umbruchsmonaten entlassen worden. „In dieser Zeit hieß es, wenn ihr noch aktiv sein wollt, müsst ihr euch selber kümmern“, erinnert sich Norbert Kentsch, DLRG-Mitbegründer und Vize-Chef in Pirna. Die damals verbliebenen etwa 40 Rettungsschwimmer nahmen ihr Schicksal selbst in die Hand und organisierten sich neu. „Wir waren 1990 drei Wochen lang in Lübeck Travemünde und haben uns angeschaut, wie der Wachdienst läuft. Dort am Ostseestrand ist sowohl die DRK-Wasserwacht als auch die DLRG aktiv. Nach vielen Gesprächen und reichlichen Überlegungen haben wir uns für eine Perspektive bei der DLRG entscheiden. Bei der DLRG haben wir gesehen, was alles funktionieren kann, wenn sich der Verein selbst die Initiative ergreift“, so Kentsch.

Unter dem bundesdeutschen Dachverband gründeten sie regional einen selbstständigen Verein. Am 20 . November 1990 wurde die Satzung umgeschrieben und der Neuanfang amtlich besiegelt. In Pirna wurde der DLRG Bezirk „Obere Elbe“ aus der Taufe gehoben. „Wir hatten am Anfang intensiven Kontakt mit der DLRG Reutlingen und einen regen Austausch“, berichtet Kentsch weiter. In Heidenau gründeten der im Albert-Schwarz-Bad aktive Schwimmmeister mit seinen Rettungsschwimmer eine eigene Ortsgruppe. Mehr als 25 Jahre ist das nun her. Der Verein ist gewachsen. Über 280 Mitglieder vereint die DLRG in Pirna derzeit. „Es sind vor allem viele Kinder zu uns gestoßen“, sagt Kentsch.

Der Stützpunkt an der Klosterstraße ist das feste Domizil. Dort steht die Technik, finden Lehrgänge statt. In der Sportschwimmhalle trainieren die verschiedensten Gruppen – von Kindern bis zu den Erwachsenen. Zum Verein gehört ein Wettkampfteam, das in den Jahren mehrfach sachsenweit und darüber hinaus spitze war. Die heute 32-jährige Pirnaerin Susanne Bagdahn-Wegner beispielsweise wurde Vize-Junioreneuropameisterin (2000), Deutsche DLRG-Meisterin (2001) und DLRG-Vizemeisterin (2000). Schwimmen und natürlich Rettungsschwimmen, Einsätze in Bädern und an der Küste, Wettkämpfe, Ferienlager, Tauchen, regelmäßiges Training, gehören genauso zu den Aktivitäten und einem regen Vereinsleben wie Ausbildungen zum Bootsführer, Einsatztaucher oder Sanitäter, Einsätze bei Hochwasser, oder dem Absichern von Wassersportveranstaltungen, wie dem Elbeschwimmen oder Regatten.

Von Daniel Förster

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