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DDR-Kiosk aus Pirna kommt ins Museum

DDR-Kiosk aus Pirna kommt ins Museum

Die Tage des Kiosks sind gezählt. Im September beginnt die Stadt Pirna mit der Neugestaltung des Eingangsbereichs zur Dohnaischen Straße.

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Geht vielleicht schon in einer Woche auf Reisen ins DDR-Museum: Der Kiosk steht seit 1965 am Dohnaischen Platz und ist der letzte seiner Art in Pirna.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Von Silvio Kuhnert

Das Konzept sieht keinen Platz für das Relikt aus DDR-Zeiten vor. Der Getränke-Kiosk soll einem Spielplatz weichen. Doch ein Opfer der Abrissbirne wird die Blechhütte nicht. "Der Kiosk kommt ins DDR-Museum", sagt Museumschef Conny Kaden.

Am kommenden Montag hat er einen Vor-Ort-Termin mit der Stadt. "Wir schauen, wie wir den Kiosk abtransportieren können", erklärt Kaden. Spätestens am Mittwoch soll der Verkaufsstand auf Reisen gehen. Stadtsprecher Thomas Gockel dämpft etwas den Optimismus des Museumschefs. Im Laufe der nächsten Woche entscheide sich erst, ob, wie und wann der Kiosk transportiert werden könne. Die Stadt möchte den einstigen Zeitungsstand ans DDR-Museum übergeben. "Wir müssen uns aber erst ein Bild vom technischen Zustand machen", so Gockel, und vor allem davon, wie er, ohne großen Aufwand und ohne Schaden zu nehmen, vom Dohnaischen Platz in die Südvorstadt kommt.

Kaden ist da sehr zuversichtlich. Per Transporter gelangt der Kiosk in sein Museum. Einen neuen Standplatz hat er bereits fest im Auge. Den Verkaufsstand möchte er neben der legendären Dresdner Kinderstraßenbahn "Lottchen" aufbauen. Die steht seit Herbst 2010 im Hof des Pirnaer DDR-Museums. Den Bereich möchte Kaden nun zu einer Straßenbahnhaltestelle mit Verkaufsstand gestalten.

Dabei bekommt der Kiosk seine alte Funktion zurück. "Er wurde 1965 als Zeitungsstand eröffnet", berichtet Kaden. Bis in die Neunziger hinein holten sich die Pirnaer dort Magazine und Illustrierte. 1995 eröffnete darin eine Imbissbude. Zuletzt gab es öfters Kritik wegen öffentlicher Gelage (DNN berichteten). Verkaufen möchte Kaden an seinem Kiosk nichts. Das Alu-Häuschen des einstigen Postzeitungsvertriebs putzt er mit Kopien alter DDR-Zeitschriften heraus.

Wenn der Kiosk seinen Stammplatz verlassen hat, nimmt die Stadt Pirna die Vollendung des Grünrings in Angriff. In rund vier Monaten Bauzeit wird der Eingangsbereich zur Fußgängerzone neu gestaltet. Im Gehweg werden die Umrisse des einstigen Dohnaischen Tores sichtbar gemacht. Sandsteinplatten zeichnen den Grundriss des Torhauses nach. Einzelne aus den Grundmauern herausge- hobene Sandsteinblöcke laden als Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein. Rund 150 000 Euro kostet der erste Umbau. Falls im Doppelhaushalt 2013/14 knapp 90 000 Euro locker sein sollten, folgt die Installation von Spielgeräten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.08.2012

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