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Coswigs neues Schulzentrum: Grundschule West für 6,5 Millionen Euro umgebaut

Coswigs neues Schulzentrum: Grundschule West für 6,5 Millionen Euro umgebaut

"Schulzentrum" - so wird wohl heißen, was Coswig aus der alten Grundschule West gemacht hat. Dort beginnen am Montag drei Schulen unter demselben Dach das neue Schuljahr: Die staatliche Grundschule mit 124 Kindern sowie die evangelische Grund- und Oberschule mit insgesamt 165 Schülern.

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Die Verbinderbauten (links) wurden komplett neugebaut, das Schulgebäude (rechts) saniert. Die Außenanlagen sollen bis Ende Oktober fertig sein.

Quelle: Uwe Hofmann

Die beiden evangelischen Schulen werden formal getrennt betrachtet, vom evangelischen Schulverein aber eher als eine Schule mit zehn Klassenstufen behandelt. Hinzu kommen das Kinderhaus Löwenzahn mit 64 Kita-Plätzen und einem Hort mit 130 Plätzen. Allerhand Trubel also, mit dem sich vor drei Jahren nicht rechnen ließ.

Damals bekam man im Coswiger Rathaus aus dem Landratsamt signalisiert, dass der Schulstandort wohl aufgegeben werden müsse. Der Grund: zu wenig Kinder. Eine Prognose, die sich bewahrheitet hat, wird in diesem Jahr doch bereits zum dritten Mal nur eine Klasse mit ABC-Schützen eingeschult. Laut Gesetz sind zwei erforderlich, um eine Schule dauerhaft zu erhalten. Den Ausweg aus dieser misslichen Lage fand schließlich Stefan Sári, der im Rathaus für Schulen verantwortlich ist. Der evangelische Schulverein war auf der Suche nach einem neuen Schulgebäude, weil er die Genehmigung für den Betrieb einer Oberschule erhalten hatte. Für insgesamt zehn Klassen genügten die bisher genutzten Räumlichkeiten in einem ehemaligen Kita-Gebäude an der Serkowitzer Straße jedoch nicht. Die Idee ist so schlicht wie umstritten: Man könnte doch staatliche und evangelische Schule zusammenlegen.

Beim Landratsamt war man anfangs nicht begeistert, erinnert sich Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos). In der Stadt gab es gar heftige Diskussionen. "Uns wurden gefälschte Schülerzahlen vorgeworfen, Fördermittelbetrug samt einer Anzeige bei der Anti-Korruptionseinheit INES, auch die Bevorteilung der evangelischen Schule", erinnert sich der OB. Dennoch setzten die Coswiger ihr Modell durch, das es so in Sachsen nicht noch einmal gibt. "Die Diskussionen waren schon heftig, jetzt beginnt die Wirklichkeit", sagt Lutz Kohlschmidt von der evangelischen Schule. Und die sehe rosig aus, auch wenn einige Restarbeiten vor allem im Außenbereich noch anstehen.

Schließlich ist die Schule in nur einem Jahr Bauzeit generalsaniert worden. 6,5 Millionen Euro hat das gekostet, davon hat Coswig für Schule und Kita mit Hort etwas mehr als zwei Millionen Euro, die evangelische Schule 1,6 Millionen Euro bezahlt. Der Rest sind Fördermittel. Künftig sind die staatlichen Grundschulkinder im Erdgeschoss, die Kinder der evangelischen Schule in den darüber gelegenen zwei Etagen untergebracht. In Funktionsräume wie Speiseraum, Musik-, Kunst- und Werkzimmer teilen sich die Schulen, ansonsten verfügen sie über eigene Räume, auch über je einen eigenen Pausenhof. Begegnungen sind dennoch erwünscht. "Hier können die Schüler im gegenseitigen Respekt lernen", formuliert OB Neupold einen Wunsch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.08.2014

Uwe Hofmann

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