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Coswigs Stadtmuseum Karrasburg feiert 20-jähriges Bestehen

Neue Sonderausstellung zur Karrasburg Coswigs Stadtmuseum Karrasburg feiert 20-jähriges Bestehen

Hirsch Heinrich hat es sich in der Karrasburg gemütlich gemacht. Der stattliche Zehnender, ein lebensechtes Präparat, das sonst im Forsthaus Kreyern ausgestellt wird, ist ein ungewohnter Anblick im Coswiger Stadtmuseum.

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Noch gibt es allerhand zu tun, ehe Evelies Baumann Ende August die neue Sonderschau in der Karrasburg eröffnen kann.

Quelle: Foto: Uwe Hofmann

Coswig. Hirsch Heinrich hat es sich in der Karrasburg gemütlich gemacht. Der stattliche Zehnender, ein lebensechtes Präparat, das sonst im Forsthaus Kreyern ausgestellt wird, ist ein ungewohnter Anblick im Coswiger Stadtmuseum. Dort wollen die Kuratoren Ende August eine neue Sonderausstellung zum Friedewald eröffnen, die besonders aufwendig vorbereitet wurde. Kein Wunder: Wenn am 27. August das erste Mal Besucher in die Ausstellungsräume im Erdgeschoss der früheren Fabrikantenvilla an der Karrasstraße dürfen, feiert das Stadtmuseum auch sich selbst. Vor 20 Jahren wurde die Sammlung nach jahrelanger Heimatlosigkeit in der Karrasburg wiedereröffnet.

1983 musste das damalige Heimatmuseum in den Räumen der heutigen Gaststätte „Altes Museum“ wegen der Baufälligkeit des Gebäudes schließen. Die Ausstellungsstücke wurden in zwei Zimmern zusammengeräumt und dann ruhte alles 13 Jahre lang, ehe es nach der Wiedervereinigung plötzliche neue Möglichkeiten gab. Die Stadt sanierte die zwischenzeitlich als Lehrlingsheim genutzte, 1897 erbaute Fabrikantenvilla. Die hieß damals schon im Volksmund Karrasburg, weil an der selben Stelle im 15. Jahrhundert das Herrengeschlecht Karras gehaust hatte.

Anschließend überließ die Stadt dem Museum die Räume im Erdgeschoss. Darüber hatte das Amt für Schulen, Sport und Kultur seine Büros. Beengt sei es damals zugegangen, erinnert sich Evelies Baumann, damals wie heute Leiterin des Museums. 2000 konnte die Stadtverwaltung dann das neue Rathaus beziehen. Dadurch gewann das Museum die Räume im Obergeschoss hinzu. Dorthin zog die Dauerausstellung, im Erdgeschoss werden seither Sonderausstellungen gezeigt. „Inzwischen schaffen wir vier davon im Jahr“, sagt Baumann, die nur über zwei Mitarbeiterinnen verfügen kann. Insgesamt 87 Ausstellungen hat sie in der Karrasburg gestaltet, dazu je eine in den Partnerstädten Ravensburg und Lovosice. Genau 87 143 Besucher hat Baumann im Stadtmuseum gezählt.

„Große Museen schaffen solche Besucherzahlen in einem Jahr, aber wir sind eben ein kleines Museum“, kommentiert Baumann diese Zahlen. Sie könne nicht von Touristenströmen profitieren. „Wir haben fast keine Zufallsbesucher. Wer zu uns kommt, sucht uns ganz bewusst auf“, sagt sie. Mitunter gibt es sie aber doch, die unerwarteten Begegnungen. So stand einmal ein US-amerikanisches Paar auf der Schwelle, das alles über die „Tapete Coswig“ wissen wollte. Auch haben sich schon einige, die den Namen Karras tragen, in der Karrasburg blicken lassen.

Besucher werden vor allem durch die wechselnden Sonderschauen angelockt, von denen die kommende besonders viel Schauwert bietet. Hirsch Heinrich ist da nur das prächtigste Beispiel. Es gibt einen originalen Hochsitz für die Drückjagd zu sehen, dazu allerhand Präparate und Gerät, von denen einige auch von Kindern angefasst werden können. Ziel der in zweijähriger Arbeit vorbereiteten Schau sei es, die Vielschichtigkeit der Aufgaben eines Försters im Friedewald näher zubringen, sei es die Bewahrung des Lebensraumes Wald, die forstwirtschaftliche Seite oder die Wildhege.

Auch wenn Sonderschauen das Profil des Museums schärfen, soll sich künftig auch etwas an der Dauerausstellung ändern. Insbesondere der Raum zur Industriegeschichte sei überholungsbedürftig, findet Baumann. Dort möchte sie künftig neue Medien, etwa Displays, einsetzen. Wann das passieren kann, ist allerdings offen, weil Zeit und Geld im Museum rar sind.

Äußerlich wird die Karrasburg im nächsten Jahr auf jeden Fall aufgehübscht. Nach 20 Jahren wolle man die Fassade sanieren, sagt Thomas Kretschmer, Chef der Kulturbetriebsgesellschaft, zu der das Museum gehört. Die Bauarbeiten will er im Sommer 2017 erledigen lassen.

Von Uwe Hofmann

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