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Coswiger Fluthilfelager im Visier der Polizei

Coswiger Fluthilfelager im Visier der Polizei

Wohin mit dem Container für Coswig?, fragen sich derzeit Spender im nordrhein-westfälischen Hamm. Nach dem Juni-Hochwasser hatten sie über die via Internetportal Facebook gegründete Initiative "Hamm hilft mit" stapelweise Spendengüter für Flutopfer im Osten Deutschlands gesammelt.

Nun steht der Container zur Abfahrt nach Coswig bereit. Eine Spedition spendiert den Transport. Bis zum Wochenende stehen die Fahrzeuge dafür bereit. Die Zeit drängt. Doch anders als geplant, werden die Spendengüter wohl nicht zum Fluthilfelager in Coswig gekarrt.

Denn das Lager ist ins Visier der Polizei geraten. Alle Türen des früheren Plus-Einkaufsmarkts in der Grenzstraße sind versiegelt. Öffnen wird die Halle somit vorerst nicht. Die Fahnder ermitteln. Spenden von dort sollen andernorts zum Verkauf angeboten worden sein. Polizeisprecher Wolfgang Kießling bestätigte den Verdacht, wollte sich aber nicht näher äußern. "Es handelt sich um ein laufendes Verfahren", erklärte er.

Die Halle befindet sich im Privatbesitz und wurde den Radebeulern Johannes Gerhardt und Annett Krampe bereit gestellt. Die beiden wollten helfen und suchten via Facebook Mitstreiter. Die Hilfsaktion ging auf. Allein aus dem Raum Bremen sammelten Ulrike Busch und Partner aus Brake in kürzester Zeit tonnenweise Kleidung, Haushaltsgeräte und Möbel für Flutopfer in Sachsen.

Die Sachen sollten rund 700 Familien zugute kommen. Nun ist Ulrike Busch sauer, dass Spenden offenbar verkauft worden sind. "Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die geholfen haben", sagte sie der Nordwest-Zeitung. Die Helfer in Coswig sind auch angefressen. Ihre Arbeit sei komplett kaputt gemacht worden, klagen sie auf Facebook. Die Helfer haben eine Familie aus Meißen in Verdacht und Anzeige gestellt. Wie es nun weitergeht, ist offen. Ungewiss ist ebenso, wohin die Initiative aus Hamm ihren Container schickt. Alternativen würden bereits gesucht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.07.2013

Stephan Klingbeil

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