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Coswig will mit Straßenkonzept Geld sparen

Coswig will mit Straßenkonzept Geld sparen

Innerhalb eines halben Jahres hat Coswig sein komplettes Straßennetz untersucht, es klassifiziert und nun ein Konzept dazu vorgelegt. Die Stadträte haben es jetzt einstimmig beschlossen.

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Der Verkehr auf der einst ruhigen Berliner Straße hat sich mit der Zeit verändert.

Quelle: Martin Förster

Das Dokument beinhaltet zwei Karten. Sie zeigen die Straßen von Coswig, die je nach Funktion in acht Klassen eingeteilt und farblich unterschieden wurden.

Die Stadt hat sich dabei der Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen bedient. Hierin wird je nach Verkehrsaufkommen, Lage, Länge und Funktion unterschieden, ob etwa eine Straße ruhiger Wohnweg ist, sich dort womöglich Verkehr umliegender Straßen sammelt oder ob ihr sogar eine Ortsverbindungsfunktion zukommt. So lässt sich zum Beispiel ableiten, wie breit eine Straße sein muss, damit zwei Busse passieren können oder warum nur ein statt zwei Gehwege notwendig sind.

Bei der Analyse wurden die Coswiger Straßen nach ihrer jetzigen Bedeutung für den Verkehr untersucht. "Über die Jahre verändern sich Verkehrsströme", erklärt Ordnungsamtsleiter Olaf Lier. Autofahrer nutzen Abkürzungen, suchen sich eigene neue Routen. Zudem verändere sich die Umgebung. Wo vor Jahrzehnten Straßen als Zufahrten für Industrieareale oder für Gärten angelegt wurden, stehen heute Eigenheime. Auch wurden Kitas und Schulen gebaut, die über Straßen erschlossen sind, in denen einst weniger Kinder unterwegs waren. Als Beispiel nennt Lier hier die Berliner Straße, die zur Grundschule West führt und außerdem einen Teil der Auerstraße. Ist die eine Straße schmal gebaut und hat nur einen markierten Gehweg, bietet die andere eine breite Fahrbahn. "Vom Verkehrsaufkommen nehmen sich beide Straßen aber wenig", sagt Lier. Im neuen Konzept sind sie als "Sammelstraßen" aufgeführt. "Von der Bauweise ist die Berliner Straße ein Wohnweg, tatsächlich nimmt sie aber den Verkehr anderer Straßen mit auf."

So etwas soll für künftige Bauvorhaben Coswigs stärker berücksichtigt werden. Mit dem Konzept will die Stadt nicht nur untermauern, warum ein Gehweg gebaut werden muss oder wieso es nötig ist, eine Fahrbahn breiter zu gestalten. Ebenso könne man damit Winterdienst und Arbeiten zur Instandhaltung von Straßen effektiver planen. Prioritäten sollen anhand des Konzepts gesetzt und Umleitungen besser an Verkehrsströme angepasst werden. Dies alles spare Geld, hofft die Stadt. "Mit dem Konzept haben wir eine verbindliche Handhabe und es bekommt nicht derjenige Recht, der womöglich am lautesten schreit", erklärt Lier. Es mache Entscheidungen für alle transparenter.

Das Konzept zeigt ferner nicht nur den Ist-Zustand in Coswig, sondern bezieht sich auch auf prognostizierte Verkehrsströme in 2025 und auf geplante Routen wie die im Bau befindliche S84. Zudem sind hierbei auch Projekte wie die Westumfahrung der Innenstadt nahe der Schillerstraße mit aufgeführt. Ein Konzept wie in Coswig gibt es in dieser aufwendigen Form bisher nicht in den Nachbarkommunen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.05.2013

Stephan Klingbeil

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