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Coswig senkt städtische Verschuldung unter das Niveau von 1992

Der Nullpunkt kommt in Sicht Coswig senkt städtische Verschuldung unter das Niveau von 1992

Der Schuldenstand Coswigs ist so niedrig wie zuletzt Anfang der 1990er Jahre. Das teilt Bürgermeister und Kämmerer Thomas Schubert (parteilos) mit, der ganz offenbar schon einen Schlussstrich unter die Schuldenrechnung 2015 gezogen hat.

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Coswigs Schuldenberg ist in den vergangenen elf Jahren um mehr als 60 Prozent abgetragen worden.

Quelle: Grafik: SV Coswig

Coswig. Demnach wird Coswig zum Ende des laufenden Jahres noch Kredite über 8,9 Millionen Euro bei Banken laufen haben. Zum Jahresbeginn lag die Verschuldung noch bei rund 10,1 Millionen Euro. Der Schuldenberg konnte also binnen eines Jahres um etwa 1,2 Millionen Euro abgetragen werden.

Neben der geplanten Schuldentilgung habe man das Darlehensportfolio auch mit Sondertilgungen und Umschuldungen neu sortiert, teilt Schubert mit. Dabei helfen die derzeit niedrigen Kreditzinsen, die bei der Ablösung von Altkrediten in gleicher oder ähnlicher Höhe eine deutlich geringere Zinslast bewirken und damit Geld etwa für Sondertilgungen oder Investitionen freimachen, das man sonst für den Schuldendienst hätte ausgeben müssen.

Coswig steht mit seiner Verschuldungsrate im Vergleich mit dem sächsischen Durchschnitt ziemlich gut da. Im Freistaat liegt die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung bei 767 Euro je Einwohner. In Coswig konnte der entsprechende Wert in diesem Jahr von 494 auf 432 Euro je Einwohner gesenkt werden.

Betrachtet man die Entwicklung von Coswigs Schuldenberg in den letzten 25 Jahren (siehe Grafik), so summierten sich die Verbindlichkeiten der Stadt 2004/05 auf fast 23 Millionen Euro. Von diesem Höchststand hat man in den letzten Jahren die Verschuldung um mehr als 60 Prozent senken können. Einen wichtigen Meilenstein beim Schuldenabbau habe man Mitte März 2015 erreicht, so Schubert. Damals konnte erstmals eine niedrigere Verschuldung als zum Jahresende 1992 erreicht werden.

Nach dem Willen der Stadtverwaltung soll es mit dem Schuldenabbau in gleicher Weise weitergehen. Im Entwurf des Doppelhaushaltsplanes 2016/17 ist für das nächste Jahr eine weitere Tilgung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro geplant, was die Verbindlichkeiten auf insgesamt 7,4 Millionen Euro senken würde. Das entspricht dann einem Pro-Kopf-Wert von 359 Euro. Im Jahr 2017 ist sogar eine Tilgung von zwei Millionen Euro veranschlagt, so dass Ende 2017 noch 5,4 Millionen Euro, also 263 Euro je Einwohner auf der Schuldenuhr stehen würden. Damit würde man sich dem erklärten Ziel der Schuldenfreiheit deutlich annähern, meint Schubert.

Uwe Hofmann

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