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Coswig legt Schulbezirke zusammen und quartiert die Evangelische Schule um

Coswig legt Schulbezirke zusammen und quartiert die Evangelische Schule um

Die Coswiger Schulbezirke Brockwitz, Mitte und West werden ab kommendem Schuljahr zu einem einzigen Schulbezirk zusammengelegt. So sollen die Planung für die Schulleiter vereinfacht, Eltern künftiger Schüler die Wahl ermöglicht und bei Bedarf geburtenstarke Jahrgänge aus einem der bisherigen Bezirke auf andere Coswiger Grundschulen verteilt werden.

Falls es für eine Schule mehr Anmeldungen als Plätze gibt, könnte das Los entscheiden. Dies ist laut Coswigs Sachgebietsleiter Stefan Sári "juristisch am wenigsten angreifbar", könnte aber auch ungerecht sein. Daher werde noch über andere Kriterien nachgedacht. Eltern bekommen bald zu dem Thema einen Brief vom Rathaus.

Neben der Bezirksfusion sprach sich der Stadtrat am Mittwochabend auch klar für ein zweites wegweisendes Vorhaben aus. Die Evangelische Schule Coswig zieht somit ab 2013/14 mit in das Gebäude der Grundschule West ein.Ein Jahr später sollen alle Klassen der Evangelischen Schule genauso wie die Klassen der Grundschule West in dem Komplex an der Heinrich-Heine-Straße unterrichtet werden. Die Grundschule wird im Erdgeschoss untergebracht. Die Evangelische Schule nutzt die erste Etage für ihre Grundschüler, im zweiten Geschoss lernen bald die Klassen fünf bis zehn. Auf dieser Etage befände sich zudem der staatliche Hort. Gemeinsam genutzt werden Turnhalle, Schulhof, Sportanlagen, Schulgarten. In einer Übergangsphase werden beide Schulen Werk-Räume und Fachkabinett in erster und zweiter Etage gemeinsam nutzen.

Die Miete für die Evangelische Schule soll zunächst gestaffelt sein und sich an der Miete am jetzigen Standort orientieren. Die Einrichtung ist seit 2007 in der Serkowitzer Straße einquartiert. Dort wird der Platz knapp. Die neue Miete soll nach genutzter Fläche bezahlt werden, für gemeinsame Räume wird eine Pauschale fällig sein. Vor allem aber wird das noch nicht sanierte Schulgebäude West so erneuert. Stadtrat und evangelischer Trägerverein stellen für den geplanten Ausbau jeweils bis zu rund eine Million Euro bereit. Für die Neunutzung wird der Schulbau um zwei dreistöckige Baukörper erweitert. Sie verbinden Hauptgebäude mit Turnhalle und der Kita Löwenzahn, die in ihren derzeitigen Räumen bleibt. Separate Zugänge sind jeweils geplant. Mit der Zusammenlegung der beiden Schultypen in einem Bau steigen laut Stadt auch die Chancen auf Fördergelder, die bisher wegen der unklaren Zukunft des Standorts West ausgeblieben waren.

Der Stadtrat hat sich fast einstimmig für all diese Pläne ausgesprochen. Einzig SPD-Stadtrat Frank Ulbricht stimmte gegen fast alle Beschlüsse zum Thema. Dafür erntete er auch Beifall bei einigen Gästen der Stadtratssitzung. Denn nicht alle Einwohner sind begeistert von den Plänen der Stadt (die DNN berichteten). Sie zweifeln an, dass die Kinderzahlen in Coswig per se weiter stetig sinken. Geburtenprognosen des Kreises Meißen deuten darauf hin. Die Schule in West wird zudem künftig ein- statt zweizügig geführt. Das versteht nicht jeder. Sári sagte dazu, dass der Standort West "ohne diesen Kompromiss" mit der Einzügigkeit und Neunutzung aus dem Schulnetzplan gestrichen worden wäre. Skl

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.11.2012

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