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Coswig hofft auf Boom in den neu geschaffenen Gewerbegebieten

Coswig hofft auf Boom in den neu geschaffenen Gewerbegebieten

"Wir haben noch ein paar Flächen anzubieten, das ist schon noch eine Aufgabe", sagt Coswigs Wirtschaftsförderer Osman Nasr und un- tertreibt damit gewaltig.

Coswig.

Seit Jahren poliert die Große Kreisstadt ihre Gewerbegebiete in der Hoffnung auf, dass sich dort zahlungskräftige Unternehmen ansiedeln. So langsam tragen die Bemühungen Früchte.

Das lässt sich am ehesten im Gewerbegebiet Südstraße erkennen, das direkt gegenüber des Wohngebiets Dresdner Straße gelegen ist. Dort ist nach der Ansiedlung der Autolackiererei Beger die "erste Reihe besetzt", wie Nasr sagt. Bedeutet: Alle Grundstücke direkt an der Dresdner Straße hat Coswig verkaufen können, im hinteren Teil des 2010 erschlossenen Gebiets gibt es aber noch Gewerbeflächen. Dort wolle man eher kleinere Betriebe ansiedeln, bis etwa 2000 Quadratmeter Größe, sagt der Wirtschaftsförderer.

Die großen Unternehmen will er in das Gewerbegebiet EWS in Neusörnewitz locken, das nach der dort ehemals beheimateten Elektrowärme Sörnewitz benannt und seit Dezember 2010 Coswigs größte Baustelle ist. Insgesamt acht Millionen Euro fließen ins etwa zwölf Hektar große Gebiet, 90 Prozent davon Fördermittel. Dort steht der dritte und finale Bauabschnitt an. Wenn alles klappt, sei die Erschließung Mitte 2014 erledigt, meint Tiefbauamtsleiter Andreas Palusczyk. Dass sich das schon ansässige Unternehmen Ditter Plastic auf dem Gebiet erweitern will, ist schon länger klar. Mit anderen Interessenten gebe es erste Gespräche, sagt Nasr.

Die dritte Fläche, die die Coswiger aus dem Dornröschenschlaf wecken wollen, ist im vergangenen Herbst mit einer 3,7 Millionen Euro teuren Straße südlich der Naundorfer Straße erschlossen worden. Dieses Gebiet, das vordem eine Mischung aus Gewerbehallen, Industriebrachen und Wildnis war, wird seither als Gewerbegebiet Kötitz vermarktet. Allerdings hat die Stadt dort keine eigenen Flächen und tritt lediglich als Vermittler auf, was vielleicht einer der Gründe dafür ist, dass bisher nicht allzu viel auf dem Gelände geschehen ist. Verpackungshersteller Sachsenwelle arbeitet von den Veränderungen im Gebiet ungestört wie eh und je weiter, die Ansiedlung des Recycling-Unternehmens Container-Brückner aus Weinböhla lässt jedoch noch auf sich warten (DNN berichteten). Von Landratsamt und Umweltschutzbehörde stehen die benötigten Genehmigungen noch aus, weiß Palsczyk. Kötitzer haben sich gegen den neuen Nachbarn gewehrt, befürchten Lärm und Schmutz, obwohl gleich nebenan mit der Recyclingfirma Scholz ein ähnlich gelagerter Betrieb seinen Sitz hat. Das ist allerdings jenseits der neuen Staatsstraße 84 (S84), die das jetzt erschlossene Gewerbegebiet von der Fläche des früheren Zellstoffwerks trennt. Vermutlich wird es auf dem rund zehn Hektar großen Gebiet erst so richtig rund gehen, wenn diese Straße endlich an die Kötitzer-/Naundorfer Straße angebunden ist. "Die S84 hier ist eine super Sache", sagt Palusczyk, im Herbst 2014 soll es so weit sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.08.2013

Uwe Hofmann

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