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Coswig garantiert Fortbestand der Grundschule West

Coswig garantiert Fortbestand der Grundschule West

Langfristige Sicherheit oder ernste Gefahr für die Grundschule West? An den Plänen der Stadt Coswig, in dem Grundschulbau am Heinrich-Heine-Weg auch noch die Evangelische Schule unterzubringen, scheiden sich die Geister.

Coswig. Von stephan klingbeil

Coswig. Langfristige Sicherheit oder ernste Gefahr für die Grundschule West? An den Plänen der Stadt Coswig, in dem Grundschulbau am Heinrich-Heine-Weg auch noch die Evangelische Schule unterzubringen, scheiden sich die Geister. Jetzt steht die Entscheidung dazu an. Kommenden Dienstag stimmt der Stadtrat bei seinem Treffen ab 17 Uhr in der Börse ab, ob und wie diese verschiedenen Schultypen in einem Bau untergebracht werden. Bis 2014/15 soll der schrittweise Umzug vollzogen sein.

Doch vor dem wegweisenden Votum regt sich weiterhin Kritik. Einige Eltern und auch manch Stadtrat halten wenig von dieser Idee. Einige fürchten sogar um die Zukunft der Grundschule West. Sie wollen ihren Namen nicht in der Zeitung lesen, glauben jedoch, dass es "gewisse Kreise" im Rathaus gäbe, die der Evangelischen Schule so langfristig den Weg frei machen wollen, das ganze Schulgebäude in West zu übernehmen.

Im Rathaus weist man das klar zurück. "Dies sehen und wollen wir auch nicht", betont etwa Stefan Sári, bei der Stadt zuständig für den Bereich Kita, Schule und Jugend. "Stadträte und Verwaltung kämpfen ja gerade dafür, dass der Grundschulstandort West bleibt." Mit Kreis und Sächsischer Bildungsagentur habe man daher auch "den Kompromiss der einzügigen Grundschule in einem Gebäude mit der Evangelischen Schule ausgehandelt." Bisher gab es an dem Standort West ein zweizügiges System mit zuletzt 37 neuen ABC-Schützen.

Laut Sprecherin Katrin Reis von der Bildungsagentur fordert das sächsische Schulgesetz mindestens eine Klasse pro Klassenstufe, um eine Grundschule zu erhalten. Die Klassen müssten dann zudem jeweils 15 Schüler stark sein, damit der Standort dauerhaft sicher ist. "Wir sind optimistisch, dass der Grundschulstandort West über zehn Jahre hinaus erhalten werden kann", sagt Sári.

Zu den jetzigen Plänen gebe es keine echte Alternative. Denn nur so könne die Stadt mehrere Probleme lösen. Zum einen sinken die Kinderzahlen in dem Schulbezirk West. Der Kreis wäre sogar zunächst der Auffassung gewesen, dass die anderen Coswiger Grundschulen Brockwitz und Mitte ausgereicht hätten, um alle Erstklässler zu unterrichten.

Zum anderen muss der Schulbau saniert werden. Um den Standort zu sichern, müssten dort die Verbindungsbauten in Richtung Kita und Turnhalle ausgebaut werden, erklärt Sári. Sie sollen auf drei Etagen aufgestockt werden und Platz für Klassenzimmer, Fachkabinette, Speise- und Mehrzweckräume sowie den staatlichen Hort bieten. Die Kita an der Schule soll "definitiv bleiben, dort sollen auch keine Plätze wegfallen", so Sári.

Über die Baumaßnahmen würden ferner die zweiten Rettungswege und separate Zugänge für den Evangelischen Schulverein geschaffen. Darüber hinaus würde der Sportplatz dort aufgewertet. Rund zwei Millionen Euro koste alles. Der Evangelische Schulverein würde sich mit einer Million Euro beteiligen. Coswig hatte bereits 2008 Zuschüsse beantragt. Doch ohne zukunftsfähiges Konzept gebe es auch kein Fördergeld.

Ferner böte es sich an, die Evangelische Schule an dieser Stelle unterzubringen, weil in dem aktuellen Standort der Schule in der Serkowitzer Straße der Platz knapp wird. Jetzt lernen dort 83 Grundschüler sowie 37 Kinder in den fünften und sechsten Klassen. Seit dem Start der Ersatzschule 2007 kommen jährlich 20 Erstklässler hinzu.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.11.2012

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