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Coswig ehrt Sachsens ersten Autobauer Nacke

Coswig ehrt Sachsens ersten Autobauer Nacke

Die neue Erschließungsstraße zum Industrie- und Gewerbegebiet Coswig-Kötitz ist gestern eingeweiht worden. Die Trasse trägt jetzt den Namen Emil-Hermann-Nacke-Straße.

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Emil Hermann Nacke

Coswig. Von Stephan Klingbeil

Am Mittwochabend hatten die Stadträte einstimmig beschlossen, die von der Naundorfer Straße abzweigende Straße nach dem Pionier der sächsischen Autoindustrie zu benennen.

Der 1843 nahe Leipzig geborene und 1933 im heutigen Radebeuler Stadtteil Naundorf verstorbene Ingenieur war zu seiner Zeit eine Berühmtheit, wurde aber nach seinem Tod fast vergessen. "Einst kauften Kaiser und Könige seine Autos", schrieb die langjährige Leiterin des Stadtarchivs Petra Hamann im Buch "Coswig hat Geschichte". Seine ersten Automobile nannte er Coswiga - nach Coswig, zu dem Kötitz noch nicht eingemeindet war. Dort prägte er die Industrie. Der später auch als Winzer tätige Maschinenbauer gründete 1884 in Kötitz die Strohstoff-Fabrik Tännicht. Mit einem Freund betrieb er in Dresden eine Papiermaschinenfabrik und siedelte 1892 in Kötitz die "Maschinenfabrik E. Nacke" an, um Maschinen für die Papierindustrie zu produzieren, ließ Pumpen, Kondenswasserabscheider und Zellstofffabrikationsanlagen herstellen.

Nachdem Nacke unverheiratet und kinderlos gestorben war, übernahm seine Schwester Klara die Geschäfte, wenige Jahre danach ihr Sohn. 1948 gab es die Firma nicht mehr. Und heute stellen die Howden Turbowerke auf dem alten Fabrikareal Ventilatoren her.

Nackes Fabrik befand sich daher nicht weit entfernt von der Straße, die nun seinen Namen trägt. Laut Petra Hamann war es nicht der erste Versuch, Sachsens erstem Autobauer posthum ein Denkmal zu setzen. 2006 fand der zur Grundsteinlegung der Niederwarthaer Brücke geäußerte Vorschlag, die Querung nach Nacke zu benennen kein Gehör, so Petra Hamann. "Die jetzige Straßenbenennung war längst fällig." Mit der gestern eingeweihten Straße mit Wendeschleifen und einer Gesamtlänge von 515 Metern sind jetzt die privaten Gewerbeflächen auf dem Gelände des ehemaligen Zellstoffwerks angebunden. "Hier war einst die größte Drecksecke im Stadtgebiet", sagt Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos). "Wir sind froh, die Fördermittel für den Ausbau bekommen zu haben." 3,5 Millionen Euro an Zuschüssen kann die Stadt in die insgesamt 4,1 Millionen Euro teure Entwicklung der Flächen verbauen. Die Arbeiten sollen im Frühjahr enden.

350 000 Quadratmeter Gewerbeflächen gibt es dort. Von den vor Kurzem noch nicht verkauften 140 000 Quadratmetern sind jetzt laut Rathaus nur noch knapp über 20 000 frei. Die nicht näher benannten Unternehmen werden auch vom Neubau der S84 einige Meter weiter östlich profitieren. Während der dort bis Spätsommer 2014 laufenden Arbeiten bleibt die Naundorfer Straße gesperrt. Solange soll die Nacke-Straße auch Umleitungsstrecke sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.12.2012

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