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Coswig bringt Seniorenwohnpark auf den Weg

Coswig bringt Seniorenwohnpark auf den Weg

Das Projekt Seniorenwohnpark an der Moritzburger Straße wird immer konkreter. So bewilligte der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung die Auslegung eines Bebauungsplans, in dem die drei Gebäude, die auf der Freifläche zwischen dem Straßengeviert Moritzburger Straße, Niederauer Straße, Kreyernweg und Siedlerstraße geplant sind, umrissen werden.

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Der erste Eindruck vom neuen Seniorenwohnpark im Spitzgrund. Geplant sind drei Gebäuderiegel, die einen begrünten Innenhof umschließen. Die Parkplätze sind meistenteils in Tiefgaragen untergebracht. Visualisierung: SV Coswig

Quelle: Annettk

In den drei- bis viergeschossigen Neubauten im Spitzgrund will die Wohnungsgenossenschaft Coswig (WGC) 190 seniorengerechte Wohnungen einrichten. Zu den Kosten macht die WGC derzeit noch keine Angaben.

Aktuell ist man damit beschäftigt, schleunigst diverse Probleme auszuräumen. Denn auf Wunsch der WGC soll alles sehr schnell gehen: Mitte Dezember wollen Stadt und Genossenschaft einen Durchführungsvertrag unterschreiben, in dem genau formuliert ist, welche Verpflichtungen jede Partei hat. Sollte der Bebauungsplan anschließend ohne größere Beanstandungen durchrutschen, könnte schon im März der Baubeginn anstehen, schätzt Bauamtsleiter Wolfgang Weimann ein.

Bis dahin bleibt noch viel zu tun. Immerhin steht die Abwasserproblematik nicht mehr auf dem Aufgabenzettel. "Das Schmutzwasseraufkommen ist so gering, das wird kein Problem sein", sagt Jörg Morgenstern, Chef der Wasser- Abwasserbetriebsgesellschaft Coswig (WAB). Das sieht mit dem Niederschlagswasser schon anders aus. Der Kanal unter der Moritzburger Straße ist zu klein, um aufzunehmen, was auf den Dächern des Wohnkomplexes als Regen niedergeht. Dieses Wasser solle im Gebiet versickert werden, sagt Morgenstern. Das gilt auch für das Wasser, das auf den Straßen niedergeht, die das Areal umschließen. Diese müssen wegen des verstärkten Verkehrsaufkommens ausgebaut und verbreitert werden, wie Bauamtsleiter Weimann sagt. Bei der Gelegenheit soll auch ein Versickerungsstreifen entweder in der Mitte der Fahrbahn eingebracht werden oder am Rand.

Kopfzerbrechen bereitet noch der Schallschutz. Die Berliner Bahn quert relativ nah am Baugebiet die Moritzburger Straße. Es wird befürchtet, dass die geplanten Neubauten die Geräusche durchfahrender Züge so reflektieren, das der Schall auf die zwischen Seniorenwohnpark und Bahnlinie liegenden Einfamilienhäuser fällt. Das könnte dort die Lärmbelästigung über das bekannte Maß hinaus verstärken. Entsprechend wird derzeit daran getüftelt, die Fassaden so zu gestalten, dass sie den Schall schlucken. Das ist ein Detail der Planung, das im vom Bahnlärm geplagten Coswig auch eine politische Dimension erhält. "Ich möchte vermeiden, dass irgendeiner in Coswig mal nicht mehr wegen Lärm schlafen kann, nur weil das Heim dort steht", sagt Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos). Ein Schallgutachten gehört zum Bebauungsplan.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.11.2014

Uwe Hofmann

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