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Coswig beschließt Maßnahmekatalog für Investitionsprogramm

Kunstrasenplatz, Schulsanierung und Kita-Erweiterung Coswig beschließt Maßnahmekatalog für Investitionsprogramm

Es wird wohl nur wenige Geschenke geben, die einen umständlicheren Namen tragen als diesen: „Sächsisches Investitionskraftstärkungsgesetz“. Damit ist ein Konjunkturpaket aus Bundes- und Landesmitteln gemeint, das Coswig ab 2017 rund 1,8 Millionen Euro Fördermittel beschert.

Coswig. Es wird wohl nur wenige Geschenke geben, die einen umständlicheren Namen tragen als diesen: „Sächsisches Investitionskraftstärkungsgesetz“. Damit ist ein Konjunkturpaket aus Bundes- und Landesmitteln gemeint, das derzeit überall in Sachsen ein Lächeln in die Gesichter von Bürgermeistern, Stadtplanern und Kämmerern zaubert. So auch in Coswig, wo man ab 2017 mit rund 1,8 Millionen Euro Fördermitteln rechnen kann, die gemeinsam mit einem 25-prozentigen Eigenanteil ein ganz ansehnliches Investitionsprogramm von rund 2,35 Millionen Euro ausmachen. Eine Liste mit den Vorhaben, die laut Gesetz bis 2020 abgearbeitet sein muss, hat der Coswiger Stadtrat nun beschlossen.

Es finden sich vor allem Maßnahmen auf dem Wunschzettel, für die man ohne das Programm kaum oder nur wenig Fördermittel hätte einwerben können, die aber nichtsdestotrotz gebraucht werden. Sie werden nun für die Stadtkasse deutlich billiger, was vor allem Bürgermeister und Kämmerer Thomas Schubert (parteilos) erfreuen dürfte. Ein Beispiel dafür ist die Sanierung und Erweiterung des Christlichen Kinderhauses St. Martin um 23 Plätze, die mit Kosten von rund 1,2 Millionen Euro das teuerste Vorhaben darstellt. Man hätte dafür auch eine 55-prozentige Sachförderung beantragen können, nur sei das entsprechende Förderprogramm mehrfach überzeichnet, sagt Schubert. Da Coswig aber dringend neue Kita-Plätze benötigt (DNN berichteten) geht man nun auf Nummer sicher und baut mit Konjunkturmitteln ab 2017. Den Eigenanteil von rund 300 000 Euro bezahle dabei nicht die Stadt, sondern der Träger, sagt Schubert. Ähnlich maue Aussichten auf Fördermittel hatte bisher die Brandschutzsanierung in der Kindertagesstätte Taubenhaus, die mit rund 34 000 Euro allerdings nur einen kleinen Posten im Investionsplan ausmacht.

Deutlich werden die Vorteile des Programms beim Aufbau eines Kunstrasenplatzes an der Weinböhlaer Straße. Die rund 600 000 Euro teure Investition hätte über die Fachförderung mit 30 Prozent unterstützt werden können. Nun sind es 75 Prozent. Die Brandschutzsanierung in der Oberschule Kötitz wollte Coswig wegen der klammen Fachförderung eigentlich komplett mit Eigenmitteln bezahlen. Nun kommen rund 260 000 Euro der knapp 350 000 Euro teuren Maßnahme aus dem Konjunkturprogramm. Ähnlich verhält es sich mit der Dachsanierung der Turnhalle auf dem gleichen Schulgelände, die mit reichlich 200 000 Euro veranschlagt ist. Die Oberschule Kötitz, wo der Erweiterungsbau zum Schuljahresbeginn fertig gestellt sein soll, bleibt also auch im nächsten Jahr ein Schwerpunkt, was Investitionen im Stadtgebiet angeht.

Das gilt auch für den Fall, dass eine der genannten Maßnahmen von der Wunschliste gestrichen werden muss. Dann würde die Sportplatzsanierung an der Oberschule in Kötitz nachrücken, ein Vorhaben, dass schon länger geplant ist, zuletzt aber der dringend benötigten Schulerweiterung zum Opfer fiel. Zusätzlich finden sich noch zwei Straßensanierungen unter den Nachrückern, der Brunnenweg für rund 60 000 Euro und die Berliner Straße mit rund 165 000 Euro Investitionskosten.

Von Uwe Hofmann

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