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Copitzer Eltern fordern Lösung des Raumproblems an der Diesterweg-Grundschule

Kritik an Doppelnutzung Copitzer Eltern fordern Lösung des Raumproblems an der Diesterweg-Grundschule

Seit Anfang des Schuljahres teilen sich in Copitz Grundschule und Hort drei Räume. Diese Doppelnutzung stößt auf Kritik. Nach Meinung der Eltern kann dieser Zustand nur eine Zwischenlösung sein. Denn die Horterziehung ihrer Kinder leidet. Von der Stadt Pirna wünschen sie sich Ideen für eine dauerhafte Lösung des Platzmangels.

Weil an der Diesterweg-Grundschule Platznot herrscht, werden drei Horträume am Vormittag für den Unterricht genutzt. Die Hortkinder müssen nun zweimal am Tag Tische und Stühle rücken. Dennoch bleibt nur wenig Platz zum Spielen, moniert Rico Gruner im Namen der Eltern.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Seit Beginn des Schuljahres müssen sich wegen Platzmangel die Diesterweg-Grundschule und der Hort „Schlaufüchse“ in Pirna-Copitz drei Räume teilen. Mit dieser Lösung sind die Eltern sehr unzufrieden. „Es ist sehr eng und die Kinder haben keinen Platz zum Spielen“, klagt Rico Gruner. „Die Jungs konnten beispielsweise frühere große Türme bauen und sie am nächsten Tag ihren Kumpels zeigen“, führt er weiter aus. Dies ist nun nicht mehr möglich.

Denn jetzt müssen zwei Hortgruppen der zweiten und einer der dritten Klasse am Nachmittag immer alles aufräumen und Stühle und Tische wieder in Reih- und Glied stellen, damit am nächsten Tag der Unterricht stattfinden kann. Und auf rund 47 Quadratmetern Raumfläche sind für 25 Kinder die Möglichkeiten zum Spielen durch Schulbänke und Schränke arg begrenzt. Alles konzentriert sich mehr oder weniger nur noch auf Tischspielzeuge. Und dabei müssen sie sich auch noch ruhig verhalten, wenn im Nachbarzimmer unterrichtet wird. „Zweitklässler sollen nach Schulschluss eine Stunde leise sitzen bleiben. Wie soll das funktionieren?“, fragt Gruner.

Um nicht immer nur an Schulbänken sitzen zu müssen, verlagern sich die Aktivitäten in der Hortzeit mehr und mehr auf die Flure. „Dort ist es extrem laut“, führt Gruner weiter aus. Es hallt und schallt auf den kahlen Gängen und die Stimmen der Kinder potenzieren sich zu einem ungeheuren Lärmpegel. „Lärm macht krank. Hier wird es aber von der Stadt toleriert“, beschwert sich Gruner.

Im Sommer gehen die Erzieherinnen bei schönem Wetter hinaus. Aber auch dort sind die Spielmöglichkeiten sehr begrenzt. Auf der Nordseite hatte die Stadt mit Bauarbeiten begonnen. Doch seit April tut sich nichts mehr auf der Baustelle. Der Bereich ist seither gesperrt. „Und der Platz, wo die Kinder noch spielen können, verwandelt sich bei Regen in eine Schlammkuhle“, schildert Gruner. Von der Stadt wünschen sich die Eltern endlich einen konkreten Plan zur Lösung der akuten Raum- und Lärmprobleme an der Diesterweg-Schule.

Im Schulnetzplan der Stadt ist das Schulhaus als dreizügige Grundschule ausgewiesen. Jedoch von der ersten bis zur dritten Stufe gibt es bereits jetzt jeweils vier Klassen. Vor elf Jahren rief eine Elterninitiative den Hort „Schlaufüchse“ ins Leben. 80 Kinder wurden damals nach Schulschluss dort betreut, heute sind es 185 Mädchen und Jungen. In Copitz sind die Schüler- und Hortkinderzahlen sehr stabil, Tendenz steigend. Die Vermutung liegt nahe, dass es im kommenden Schuljahr eventuell wieder vier erste Klassen geben wird. Sollte dieser Fall eintreten, müssten sich Hort und Schule einen weiteren Raum teilen. Der in den Sommerferien gefundene Kompromiss mit der Doppelnutzung von drei Zimmern ist allerdings auf ein Jahr befristet. Für die Eltern kann dies nur eine Interimslösung sein. „Es muss eine dauerhafte Lösung her, die Schule platzt aus allen Nähten“, lautet ihre Forderung an Stadt und Stadtrat.

Aus dem Rathaus gibt es noch keine konkrete Antwort, wie eine Lösung aussehen könnte. „Wie am 28. Juni mit den Nutzern festgelegt, soll es nach den Oktoberferien eine Abstimmung auf der Grundlage der aktuellen Kinderzahlen geben. In diesem Zusammenhang wird besprochen und abgestimmt, welche Auswirkungen sich daraus auf Bedarfsplanung und Schulnetzplanung ergeben. In deren Konsequenzen wird dann auch die Raumplanung abgestimmt“, teilte Stadtsprecher Thomas Gockel mit.

Von Silvio Kuhnert

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