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Containerbau für Herderianer ist aufgestellt

Containerbau für Herderianer ist aufgestellt

Die Schüler des Herder-Gymnasiums in Pirna müssen nach den Sommerferien nicht auf die Barrikaden gehen. Sie finden alle einen Platz zum Lernen. Gestern sowie am Montag flogen die Container quasi ein.

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Ein weiterer Container schwebt per Kran für das Interims-Schulhaus auf dem Pausenhof ein.

Quelle: Silvio Kuhnert

Ein Kran hievte die 45 Zellen auf den Schulhof, wo Bauarbeiter sie fachmännisch zu einem Gebäude zusammenfügten. "Wir werden unser Versprechen halten können", sagte Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos). Die dringend benötigten zusätzlichen Klassenräume gehen planmäßig mit Beginn des neuen Schuljahres am 1. September in Betrieb.

Mitte April protestierten Schüler, Eltern und Lehrer lautstark auf dem Marktplatz in der Canalettostadt. Der damalige Zeitplan für das Aufstellen des Containerbaus hatte sie aufgeschreckt. Erst im Oktober sollte er nutzbar sein. Das hätte allerdings zum totalen Kollaps am Copitzer Gymnasium geführt. Denn die Schule leidet an akutem Platzmangel. 875 Herderianer lernten dort im vergangenen Schuljahr. Das Schulhaus ist allerdings für rund 100 Jugendliche weniger konzipiert. Alle Räume sind komplett belegt. Da nach den Sommerferien die Kursangebote für die Sekundarstufe zwei erweitert werden müssen, reichen die Zimmer im Schulgebäude nicht mehr für alle Klassen und Kurse aus.

Am Montag wurde die erste Hälfte der Container aus Coswig angeliefert. "Heute kommt der Rest", sagte gestern der zuständige Projektingenieur Gerhard Nolte. Der Mitarbeiter der Pirnaer Stadtverwaltung hat bereits Erfahrung mit den sogenannten mobilen Raumeinheiten sammeln können. Für die Nachbarstadt Dohna leitete er den Aufbau des Interims-Rathauses in der Unterstadt, während das Rathausgebäude in der Oberstadt grundlegend saniert und ausgebaut wird. Die Raumeinheiten sind zwischen sechs und zehn Meter lang. "Fünf Container werden zu einem Klassenzimmer zusammengesetzt", berichtete Nolte. Bis gestern Abend ist so Stück für Stück ein rund 1000 Quadratmeter großes einstöckiges Gebäude entstanden. Es beherbergt sechs Klassenräume, ein Physik-Kabinett und einen Fachraum für die Kunsterziehung.

Für den Containerbau musste der Basketballplatz geopfert werden. Während auf dem Pausenhof nach und nach die Container zusammengefügt werden, schwang in den bereits am Montag fertiggestellten Räumen Maler und Lackierer Jens Ryssel den Pinsel. "Der Innenausbau hat parallel begonnen", informierte Stadtoberhaupt Hanke. Sukzessive werden in den nächsten 14 Tagen die Wände frisch gestrichen, die Elektroheizung installiert sowie die Klassenzimmer mit Schulbänken und Stühlen bestückt.

In den kommenden drei Jahren werden Pennäler der Oberstufe in den Räumen für ihr Abitur lernen. Nach 2017 soll sich der Raumbedarf im Herdergymnasium wieder halbwegs so weit normalisiert haben, dass alle Mädchen und Jungen im Schulhaus wieder Platz haben. Für den Aufbau sowie den dreijährigen Betrieb der Containeranlage gibt die Stadt rund 850 000 Euro aus. Als Ausgleich für den verloren gegangenen Basketballplatz bekommen die Herderianer noch Tischtennisplatten und Kicker auf dem verbliebenen Pausenhof.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.08.2014

Silvio Kuhnert

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