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City-Management Pirna wirbt für längere Öffnungszeiten an den Sonnabenden

City-Management Pirna wirbt für längere Öffnungszeiten an den Sonnabenden

Am Sonnabend in Pirna einzukaufen, ist eine logistische Herausforderung, denn die Läden schließen zu völlig verschiedenen Zeiten oder lassen die Rolläden gleich ganz unten.

Pirna.

Von Madeleine Arndt

"Wir haben zwischen 12 und 16 Uhr alle Zeiten vertreten", sagt Pirnas City-Manager Olaf Franke. Einfach mal Bummeln gehen, wird da schwer. Jetzt hat das City-Management einen Anlauf gemacht, die Gewerbetreibenden für eine einheitliche Öffnungszeit bis 16 Uhr an den Sonnabenden zu begeistern. Die Theorie: Bleiben die Läden bis 16 Uhr offen, kommen auch mehr Kunden und die Innenstadt wird belebt.

Über 150 Briefe hatte das City- Management in den vergangenen Wochen an die Händler verschickt und sie zu dem Vorhaben befragt. Der Rücklauf war mit 40 Antworten eher verhalten, dafür aber tendenziell positiv. Ein Großteil der Ladenbesitzer hat laut Franke die einheitliche, längere Öffnungszeit bis 16 Uhr befürwortet. Voraussichtlich im April wolle man den Versuch in der Innenstadt starten. Franke hofft, dass nach und nach mehr Händler mitziehen. Zunächst arbeitet das City-Management eine Kampagne aus, mit der der Einzelhandel seine längere Präsenz bewerben kann. Das Paket soll unter anderem Flyer, Gewinnspiele und witzige Postkarten rund um die 16 enthalten.

"Ich finde sie gut", sagt Leander Köllner von "Männersache(n)" zu der Aktion. Der Inhaber des Modefachgeschäfts auf der Dohnaischen Straße gehört zu den wenigen, die am Sonnabend bis 15 Uhr für ihre Kunden erreichbar sind. Wenn er aber höre, dass er der Einzige sein werde, der bis 16 Uhr verlängert, bleibe alles beim Alten, so Köllner. Romy Hanke vom Handarbeitsladen "Strick und Fitz" in der Schmiedestraße bezweifelt, dass längere Öffnungszeiten etwas bringen. "Die Kaufkraft fehlt", sagt sie. In ihrer Straße öffne nur sie allein am Sonnabend eine Stunde länger bis 13 Uhr. Die Zeit nutzt die Inhaberin aber mehr für die Buchführung, Kundschaft kommt kaum. Pirna habe viele kleine Geschäfte. Da stehe man wochentags schon jeden Tag neun Stunden hinter der Theke, erklärt Hanke. Für die Händler am Rande des Zentrums ist die Vorstellung, Sonnabend bis 16 Uhr zu arbeiten, noch abwegiger. "Für uns kommt das gar nicht in Frage, zu wenig Kundenfrequenz", verneint Manuela Michel von "Laufsteg-Mode" in der Breiten Straße. "Das soll erst mal die Innenstadt schaffen", betont sie.

City-Manager Franke ist sich der Schwierigkeiten bewusst. Trotzdem sieht er in einer einheitlichen Zeit bis 16 Uhr große Chancen. Vor allem im Sommer, wenn unzählige Touristen, durch die Innenstadt schlendern. Und bei den Einheimischen könnten Pirnas Händler mit Service und Kundenfreundlichkeit überzeugen. Vielleicht lässt sich so der tote Punkt am Sonnabendnachmittag vermeiden. Ab 17 Uhr öffnen nämlich die Restaurants und Kneipen. Und dann ist es abends in der Innenstadt wunderbar, schwärmt Franke.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.10.2012

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