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CDU Pirna schickt Ina Hütter ins Rennen

OB-Wahlkampf CDU Pirna schickt Ina Hütter ins Rennen

Die CDU Pirna hat Ina Hütter zu ihrer CDU-Kandidatin nominiert. Sie tritt als bislang einzige Gegenkandidatin am 15. Januar 2017 gegen Amtsinhaber Klaus-Peter Hanke an. Die Unterstützung der Unternehmerin in der eigenen Partei ist ausbaufähig.

Die gebürtige Pirnaerin Ina Hütter war von 2009 bis 2014 Stadträtin für die FDP. Seit zwei Jahren ist sie CDU-Mitglied

Quelle: CDU Stadtverband Pirna

Pirna. Die Pirnaer CDU hat Ina Hütter zu ihrer OB-Kandidatin gemacht. Am Montagabend kürte der Stadtverband auf einer Mitgliederversammlung die Unternehmerin zur Herausforderin von Amtsinhaber Klaus-Peter Hanke (parteilos). Am 15. Januar kommenden Jahres werden die Pirnaer an die Wahlurnen gerufen, um ihr Stadtoberhaupt für die kommenden sieben Jahre zu bestimmen.

Der Rückhalt in der eigenen Partei ist für die 52-Jährige noch ausbaufähig. Von den 43 anwesenden wahlberechtigten Christdemokraten, haben nur 29 bzw. 67,44 Prozent für die gebürtige Pirnaerin gestimmt. 14 bzw. 32,56 Prozent haben sich gegen Ina Hütter als ihre OB-Kandidaten per Stimmzettel ausgesprochen.

Wenn man die Interpretation des Ergebnisses der letzten OB-Wahl von CDU-Stadtverbandschef Oliver Wehner heranzieht, fällt die Zustimmung in den eigenen Reihen noch schlechter aus. Laut seiner Lesart haben rund 80 Prozent der Pirnaer im Januar 2010 Hanke nicht zu ihrem OB gewählt, wenn man Nichtwähler – die Wahlbeteiligung lag bei 30,5 Prozent – und all jene, die dem jetzigen Amtsinhaber nicht ihre Stimme gaben, zusammenaddiert.

Als er diese Rechnung in seinen Begrüßungsworten aufmachte, konnte er noch nicht das Wahlergebnis seiner Kandidatin erahnen. Der Nominierungsveranstaltung waren 90 Unionsmitglieder ferngeblieben. Und bei der einzigen Bewerberin haben fast ein Drittel der Anwesenden hinter Nein ihr Kreuz gemacht. Addiert man beide Gruppen zusammen, dann verweigerten rund 78 Prozent der Pirnaer CDU-Mitglieder Ina Hütter ihre Unterstützung.

Für Unmut an der Basis sorgte unter anderem das Vorpreschen des Parteivorstandes und der Stadtratsfraktion. Vor gut zwei Wochen teilten sie in einer Presseerklärung mit, dass sie Hütter als Kandidatin favorisieren. Die Mitglieder sollten quasi ihren Vorschlag nur noch abnicken. So kam der Antrag, bei der OB-Wahl auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten und Amtsinhaber Hanke zu unterstützen, nicht völlig überraschend. Die Mitgliederversammlung lehnte das Ansinnen mit großer Mehrheit ab.

Auf Nachfragen zu ihrer Bewerbungsrede machte Hütter nicht immer einen souveränen Eindruck. So kam sie beispielsweise ins Stocken, als sie ihren Lösungsansatz für den steigenden Kita-Platzbedarf kurz erläutern sollte. Und auf die Frage, wie sie das Haushaltsdefizit abbauen und einen ausgeglichenen Etat aufstellen möchte, kam das von der Kanzlerin bekannte Zitat: „Wir schaffen das!“

Hütter stammt aus einer seit 1733 in Pirna ansässigen Handwerker- und Unternehmerfamilie. Sie selbst führt eine Firma im elektronischen Zahlungsverkehr mit fünf Mitarbeitern an. Im Bereich Bildung möchte sie künftig „dem Elternwillen mehr Beachtung schenken“, kündigte Hütter an. Des Weiteren will sie den Wirtschaftsstandort Pirna stärken, sich für einen Radweg von der Elbe in Richtung Südvorstadt bis zum Evangelischen Schulzentrum einsetzen sowie das frühere Hotel „Schwarzer Adler“ sanieren.

Von Silvio Kuhnert

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