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Bundestagswahl: Spannendes Rennen um die Wählergunst im Raum Meißen

Bundestagswahl: Spannendes Rennen um die Wählergunst im Raum Meißen

September Bundestagswahlen sind, ist ein Wahlkreis in Sachsen besonders interessant: Nördlich von Dresden, in der Region rund um Meißen, treffen gleich vier Polit-Promis aufeinander - Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), Staatssekretär Jan Mücke (FDP) sowie der Finanzexperte Sebastian Scheel (Linke) und der Grüne Johannes Lichdi.

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Die Kandidaten: Thomas de Maizière (o.l.), Sebastian Scheel (o.r.), Johannes Lichdi (u.l.) und Jan Mücke (u.r.).

Quelle: dpa/Montage: Enzo Forciniti

Wenn am 23. Der Favorit aber steht fest: de Maizière.

Zu den Karl-May-Festtagen in Radebeul hatte sich am Wochenende hoher Besuch angemeldet. Bundesverteidigungsminister de Maizière persönlich war angereist, wollte sich das Treiben am Fuße der Weinberge nicht entgehen lassen. Entsprechend jubelte die CDU Meißen: "De Maizière auf den Spuren Karl Mays", und auch der Minister selbst ließ sich nicht lumpen, lobte die "logistische Meisterleistung" vor Ort.

Der Besuch in Radebeul war allemal ein Heimspiel für den Minister. Doch nebenbei hatte seine Stippvisite auch einen wahltaktischen Hintergrund. Der Vertraute von CDU-Kanzlerin Angela Merkel tritt im Landkreis Meißen zur Bundestagswahl an, da kann ein volksnaher Auftritt nicht schaden. Allerdings ist de Maizière nicht der einzige Polit-Promi, der um die Stimmen der Wähler kämpft. Wie in keiner anderen Region reichen sich rund um Meißen bekannte Größen die Türklinke in die Hand. Der Bekannteste ist FDP-Mann Mücke, immerhin Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Doch auch die beiden Landespolitiker Scheel (Linke) und Lichdi (Grüne) haben durchaus politisches Gewicht. So hat sich Ex-Landesvize Scheel im Freistaat als Finanzexperte einen Namen gemacht, Lichdi wiederum gilt als Vertreter der links-liberalen Milieu-Grünen - und als Gegenspieler von Fraktionschefin Antje Hermenau.

Auch wenn es der eine oder andere Widersacher von de Maizière nicht sofort zugeben mag, so steht doch fest, dass der CDU-Mann als Platzhirsch ins Rennen um die rund 215 000 Wählerstimmen im Wahlkreis geht. Bereits 2009 hat er als Direktkandidat für die CDU gepunktet - mit passablen 45,2 Prozent der Erststimmen. Und das soll nach Ansicht von CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer auch so bleiben. "Thomas de Maizière ist nicht nur eine Stütze im Bundeskabinett, sondern auch für die sächsische Union", sagt Kretschmer. Darüber hinaus sei er vor Ort unterwegs. "Er macht fleißig Wahlkreisarbeit, ist präsent."

Dass de Maizière kaum zu schlagen sein dürfte, ist auch Mücke klar. Entsprechend geht der FDP-Mann mit einer besonderen Note in den Wahlkampf. Das Ziel laute: Möglichst viele Erststimmen für de Maizière, die Zweitstimmen für die Liberalen. Damit solle sichergestellt werden, dass die "schwarz-gelbe Koalition in Berlin weiterregieren kann", meint Mücke. Mit der Erststimme wird der Kandidat direkt gewählt, mit der zweiten die Partei.

Das würden die beiden anderen gern verhindern. Scheel zum Beispiel spricht von einer "spannenden Auseinandersetzung - auch mit Thomas de Maizière". Problemfelder gebe es in der Region genug, und hier wolle er die Bundes-Promis stellen. So klemme es derzeit beim Thema Lärmschutz im Bereich der Bahn, und auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung sei problematisch - zum Beispiel in Großenhain. Lichdi wiederum setzt auf die "Zukunftsfrage ökologischer Wandel" sowie den Umgang mit der EU-Krise.

Ob es beiden gelingen wird, de Maizière damit in die Bredouille zu bringen, ist mehr als offen. Zum einen war de Maizière auch in Sachsen bereits in diversen Ämtern als Landesminister tätig - von Staatskanzlei über Finanzen und Justiz bis Inneres. Zum anderen gehört mit der Karl-May-Stadt Radebeul der sogenannte Speckgürtel nördlich von Dresden zum Wahlkreis, und hier ist die Wählerschaft eher konservativ gestimmt. Einen ersten Vorgeschmack darauf hat Lichdi bereits am vergangenen Wochenende erhalten. So hat der Grüne ebenso wie de Maizière den Karl-May-Festtagen einen Besuch abgestattet. Zur Kenntnis genommen aber hat das kaum jemand.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.05.2013

Jürgen Kochinke

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