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Bundestagspräsident Lammert: "Glücklichere Verhältnisse hatten wir nie"

Bundestagspräsident Lammert: "Glücklichere Verhältnisse hatten wir nie"

Als einen Ausnahmezustand der deutschen Geschichte bezeichnete Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) unser heutiges Leben in einem geeinten Deutschland. "Glücklichere Verhältnisse hatten wir nie", sagte er vor rund 160 Zuhörern auf dem Festakt anlässlich 25 Jahre Deutsche Einheit, zu der gestern der CDU-Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in die Herderhalle Pirna geladen hatte.

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Quelle: D. Förster

Er erinnerte auch anhand seiner eigenen Biografie, dass "uns heute selbstverständlich erscheint, was uns jahrzehntelang völlig ausgeschlossen vorgekommen war."

Der 66-Jährige blickte nicht nur zurück, sondern ging auch auf die aktuelle Herausforderung ein - den Flüchtlingszustrom. "Dass hunderttausende von Menschen überall in der Welt, die sich in einer mindestens sehr schwierigen Situation befinden, zum Teil auch schlicht genötigt sind, ihre Heimat zu verlassen, weil sie vertrieben oder verfolgt worden sind, ausgerechnet Deutschland für den sichersten und attraktivsten Platz halten, an dem sie sich am ehesten noch eine eigene Zukunft vorstellen können, das ist im Hinblick auf die deutsche Geschichte zunächst einmal ein außerordentlich erstaunlicher Befund." Lammert wertete dies als ein Kompliment an das neue Deutschland.

Dies zieht seiner Meinung nach aber auch Verantwortung nach sich: "Mit Blick auf die Verfassung und auf unsere Geschichte müssen wir jedem, der verfolgt wird und dort nicht bleiben kann, wo er lebt, Aufnahme gewähren", stellte Lammert klar. Dies bedeute aber nicht, dass jeder, der in Deutschland lieber leben möchte als dort, wo er geboren und aufgewachsen ist, auch hier bleiben könne. "Und eine der schwierigsten und nötigsten Aufgaben ist es, das eine vom anderen zu unterscheiden", so Lammert. Dies müsse zügig erfolgen und wer nicht hier bleiben darf, müsse auch zügig in sein Heimatland zurückgeführt werden. Während des Asylverfahrens gelte aber ausnahmslos der Anspruch auf Menschenwürde. "Egal wie lange jemand hier bleibt", so Lammert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.09.2015

S.Kuhnert

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