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Bürgermeisterwahlen in der Region: Ein Amtsinhaber muss noch zittern

Bürgermeisterwahlen in der Region: Ein Amtsinhaber muss noch zittern

Eine Überraschung und zwei Durchstarter – so lassen sich die Bürgermeisterwahlen in der Region zusammenfassen. So haben es entgegen den Erwartungen Siegfried Zenker in Weinböhla und Uwe Rumberg in Freital trotz starker Konkurrenz bereits im ersten Wahlgang ins Rathaus geschafft.

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Quelle: dpa

Beide folgen langjährigen Amtsinhabern, Klaus Mättig (CDU) in Freital und Reinhart Franke (CDU) in Weinböhla, und verfügen mit ihren CDU-Parteibüchern offenbar über die richtige Starthilfe. Ärgern darf sich Thomas Kunack (WV Tourismus), der mit 49,8 Prozent in Bad Schandau denkbar knapp an der 50-Prozent-Hürde scheiterte. Im zweiten Wahlgang hat er beste Aussichten, Amtsinhaber Andreas Eggert (parteilos) nachzufolgen.

Während in Radebeul Bert Wendsche (parteilos) und in Coswig Frank Neupold (parteilos) mit Fabelergebnissen wiedergewählt wurden, gab es in Königstein eine Überraschung. Dort ist ein zweiter Wahlgang nötig, im ersten übertrumpfte Tobias Kummer (CDU) den Amtsinhaber Frieder Haase mit 45,5 Prozent um deutliche 14,4 Prozentpunkte. Während umkämpfte Orte wie eben Königstein (71,1 Prozent) und Weinböhla (59,6 Prozent) eine halbwegs respektable Wahlbeteiligung vorweisen, sind an vielen anderen Orten die Nichtwähler in der stummen Überzahl. In Coswig entschieden sich fast 61 Prozent der Berechtigten gegen den Gang ins Wahllokal, in Freital waren es mehr als 53 Prozent.

Radebeul : Bert Wendsche (parteilos) bleibt Oberbürgermeister in Radebeul. Er holte bei einer geringen Wahlbeteiligung von 49 Prozent knapp 9770 Stimmen (73,7 Prozent), was für seine Herausforderin, die Stadträtin Eva Oehmichen (Bürgerforum/Grüne), respektable 26,3 Prozent bedeutet. Der 51-jährige Wendsche geht damit in seiner dritte Amtszeit als OB.

Freital : Der Nachfolger von OB Klaus Mättig (CDU) steht bereits im ersten Wahlgang fest. Mit Uwe Rumberg führt weiterhin ein Christdemokrat die Stadt Freital an. Er gewann mit 51,3 Prozent. Es folgen: Klaus-Dieter Wolframm (SPD) 12,4 Prozent; Steffen Frost (AfD) 11,7 Prozent; Frank Gliemann (Bürger für Freital) 8,8 Prozent; René Seyfried (parteilos) 8,8 Prozent; Michael Richter (Linke) 6,9 Prozent.

Coswig : 87,63 Prozent sprechen eine deutliche Sprache: Coswig hat Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Umgekehrt bedeuten knapp 12,4 Prozent für den von den Grünen nominierten Kandidaten Dirk Landrock (parteilos) eine ordentliche Wahlschlappe. Für den 60-jährigen Neupold beginnt damit seine zweite und letzte Amtszeit.

Dohna : Das Duell in Dohna konnte Amtsinhaber Dr. Ralf Müller klar für sich entscheiden. Auf den CDU-Kandidaten entfielen 66,3 Prozent bzw. 1948 der 2940 gültigen Stimmen. Er bleibt damit weitere sieben Jahre Bürgermeister der Stadt. Sein Herausforderer Peter Hauer, der für die Freien Wähler ins Rennen ging, bekam 992 bzw. 33,7 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 58,2 Prozent.

Weinböhla : Siegfried Zenker (CDU) hat in Weinböhla 53,7 Prozent der Stimmen geholt und es damit etwas überraschend schon im ersten Wahlgang ins Rathaus geschafft. Von den vier Mitbewerbern des 39-Jährigen erzielte Elke Wällnitz von der Bürgerinitiative Weinböhla mit 19,7 Prozent das zweitbeste Ergebnis. Zenker folgt auf Reinhart Franke (CDU), der seit 1990 amtiert.

Altenberg : Thomas Kirsten (Freie Wähler) wird weiter die Geschicke der Stadt Altenberg lenken. Er erhielt 2877 bzw. 70,6 Prozent der Stimmen. Auf seinen Herausforderer, den Einzelbewerber Mario Nitschke (parteilos), entfielen 1200 der gültigen Stimmen bzw. 29,4 Prozent. 6830 Einwohner waren wahlberechtigt. 4153 Bürger bzw. 60,8 Prozent machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Bad Schandau : Die Bad Schandauer werden am 28. Juni ein zweites Mal zur Wahlurne gerufen. Von den drei Bewerbern um die Nachfolge von Andreas Eggert (parteilos) im Amt des Bürgermeisters hat keiner die erforderliche absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen geschafft. Thomas Kunack, Kandidat der Wählervereinigung Tourismus, ist mit 49,8 Prozent denkbar knapp an der 50-Prozent-Marke gescheitert. Einzelbewerber Steffen Kunze konnte 29,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Für den CDU-Kandidaten Ronald Schulz votierten 21 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,8 Prozent.

Radeberg : In Radeberg bleibt alles beim Alten. Kein Wunder: Für Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD) hatte sich kein Herausforderer gefunden. Entsprechend holte der seit 1994 amtierende 55-Jährige 95,7 Prozent der Stimmen, der Rest entfiel auf Gegenvorschläge, die Wähler auf dem Wahlzettel notieren konnten. Die Wahlbeteiligung in der Bierstadt lag bei sehr niedrigen 36,5 Prozent.

Sebnitz : Der alte ist auch der neue Oberbürgermeister von Sebnitz. Mike Ruckh gewann die gestrige Wahl mit 92,6 Prozent. Er kann nun weitere sieben Jahre die Seidenblumenstadt regieren. Einen Gegenkandidaten hatte der Amtsinhaber nicht. Im Vergleich zur Wahl von vier Jahren konnte Ruckh sein Ergebnis um knapp zehn Prozentpunkte verbessern. Die Wahlbeteiligung betrug 42,7 Prozent.

Großenhain : In Großenhain ist es Kreiskämmerin Janet Putz (CDU) nicht gelungen, den OB-Stuhl des zum neuen Chef des Statistischen Landesamtes berufenen Burkhard Müller (CDU) für ihre Partei zu halten. Im Gegenteil: Im ersten Wahlgang holte der Parteilose Sven Mißbach, der im Rathaus für Waldbewirtschaftung und Brandschutz zuständig ist, 45,3 Prozent und hat nun beste Aussichten für den Sieg im zweiten Wahlgang, für den die einfache Mehrheit genügt. Putz kam in der CDU-Hochburg (2008: 81,7 Prozent für Müller) auf 33,8 Prozent, die Linke-Stadträtin Kerstin Lauterbach holte 20,9 Prozent.

Dürrröhrsdorf-Dittersbach : In Dürrröhrsdorf-Dittersbach steht ein Nachfolger von Bürgermeister Jochen Frank (parteilos) noch nicht fest. Am gestrigen Wahlabend konnte keiner der drei Bewerber die erforderliche absolute Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen erlangen. Der CDU-Kandidat Uwe Hofmann geht mit 43,7 Prozent zum zweiten Wahlgang am 28. Juni als Favorit ins Rennen. Das zweitbeste Ergebnis errang Jens-Ole Timmermann (UB – Unabhängige Bürger). Auf die Einzelbewerberin Monika Meißner entfielen 20,4 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 63 Prozent. Beim zweiten Urnengang genügt die einfache Mehrheit zum Wahlsieg.

Königstein : Zeichnet sich in Königstein ein Machtwechsel ab? Nach dem gestrigen Urnengang steht noch kein Sieger fest. Und zum zweiten Wahlgang am 28. Juni geht nicht der Amtsinhaber, sondern der CDU-Herausforderer als Favorit ins Rennen. Tobias Kummer konnte 587 bzw 45,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, dagegen der bisherige Bürgermeister Frieder Haase (parteilos) „nur“ 401 bzw. 31,1 Prozent. Die anderen Bewerber erhielten: Ivo Teichmann (BLK – Bürgergemeinschaft lebenswerteres Königstein) 16,2 Prozent; Mario Bauch (Linke) und Peter Goebel (SPD) jeweils 3,6 Prozent.

Hohnstein : Daniel Brade (SPD) wird weitere sieben Jahre die Stadt Hohnstein regieren. Er wurde mit 97,4 Prozent im Amt bestätigt. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Im Vergleich zur Wahl von vor sieben Jahren konnte sich der einzige sozialdemokratische Bürgermeister im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge um rund zehn Prozent verbessern. Die Wahlbeteiligung betrug 46,7 Prozent.

Stolpen : Stolpens Bürgermeister Uwe Steglich (FDP) wurde mit 93,7 Prozent im Amt bestätigt. Dass er die Wahl gewinnen wird, stand schon vorher fest. Denn es gab in der Burgstadt keinen Herausforderer. Im Gegensatz zur Wahl von vor sieben Jahren musste das Stadtoberhaupt aber leichte Einbußen hinnehmen. Damals bekam er noch vier Prozentpunkte mehr. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,8 Prozent.

Neustadt : Der neue Bürgermeister von Neustadt heißt Peter Mühle. Der Kandidat der Wählervereinigung „Neustädter für Neustadt“ bekam 4188 bzw. 69,2 Prozent der Stimmen. Auf den Mitbewerber Christian Kowalow (FDP) entfielen 20,2 sowie auf die Einzelbewerber Ronny Friebe 6,5 und Andreas Töppel 4,1 Prozent. An der Wahl nahmen 6139 bzw. 56,9 Prozent der Wahlberechtigten teil.

Uwe Hofmann und Silvio Kuhnert

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