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Bürgermeisterwahl in Pirna: Eckhard Lang zieht wieder ins Rathaus ein

Bürgermeisterwahl in Pirna: Eckhard Lang zieht wieder ins Rathaus ein

Der Alte ist der Neue: Nach einer Auszeit von sechs Jahren ist Eckhard Lang (parteilos) wieder Bürgermeister von Pirna. Mit einem klaren Votum wählte der Stadtrat den 56-Jährigen gestern Abend in nur einem Urnengang zum Beigeordneten und Vize von OB Klaus-Peter Hanke (parteilos).

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Eckhard Lang

Quelle: Archiv

Für die nächsten sieben Jahre leitet er die Ressorts Bauen, Stadtentwicklung, Schule und Soziales im Pirnaer Rathaus.

Auf langjährige Erfahrung in diesen Bereichen kann Lang bereits zurückschauen. 18 Jahre lang war er schon einmal Vize- und Baubürgermeister in der Elbestadt. Vor sechs Jahren unterlag er mit einer Stimme Unterschied im zweiten Wahlgang knapp Christian Flörke. Dieser wechselte Mitte April als Geschäftsführer an die Spitze der Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna. Deshalb wurde eine Neuwahl notwendig.

Zwei Wahlgänge waren dieses Mal nicht vonnöten. Gleich im ersten erhielt Lang die erforderliche absolute Mehrheit. 16 von 27 Räten votierten für ihn. Elf Stimmen entfielen auf Mitbewerberin Claudia Baumgartner. Es gab keine Enthaltungen. Die fachlichen Voraussetzungen können für das klare Votum wohl nicht als Erklärung dienen. Wie Lang brachte auch die 44-jährige Claudia Baumgartner Verwaltungserfahrung mit. In Landshut leitete sie das Amt für Stadtentwicklung, in der Stadt Töging arbeitete sie als Bauamtsleiterin und in Passau war sie bis zur Elternzeit als Baureferentin zuständig für Stadtplanung, Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt. Sie ist Mutter von drei kleinen Kindern und lebt seit zwei Jahren in Pirna.

Die Wahl war geheim. Über die Beweggründe dafür, dass der Stadtrat Lang wieder sein Vertrauen schenkte, nachdem er es ihm im Mai 2008 entzogen hatte, kann nur spekuliert werden. "Ich biete ihnen einen Neuanfang an", sagte Lang. Künftig möchte er den Kommunalpolitikern "frühzeitig Informationen" zu Projekten liefern, die ihnen "unter den Nägeln brennen" und ihnen "mehr Zeit für Entscheidungsprozesse" geben.

Nach seiner Abwahl nahm sich Lang erst einmal eine kurze Auszeit und trat im Januar 2009 eine befristete Stellung im Toyota-Autohaus Förster als Betriebs- und Projektleiter an. Im November 2010 wurde er Geschäftsführer bei der Lebenshilfe Pirna-Sebnitz-Freital. "In dieser Zeit habe ich gelernt, Geduld zu haben", sagte Lang. Diese ließ er nach eigenem Bekunden früher vermissen. "Ich bin ein nach vorn eilender Mensch. Dadurch wird man ungeduldig und an der ein oder anderen Stelle ungerecht", sagte er rückblickend. Die Tätigkeit als Chef der Lebenshilfe legte er aus gesundheitlichen Gründen im August 2011 wieder nieder. Noch im gleichen Jahr machte er sich als Projektbetreuer im Bauwesen selbstständig. Zu seinen Projekten zählten der Neubau einer Filiale des Autohauses Förster in Kamenz, das neue Verwaltungsgebäude des Edelstahlwerks Schmees in Copitz sowie die Sanierung und der Umbau des "Alten Bahnhofs" in Pirna.

"Wer einmal Kommunalpolitik gemacht hat, der weiß, das lässt einen nicht wieder los", nannte Lang einen Beweggrund für seine erneute Bewerbung um den Posten des Vize-Bürgermeisters. Er wünscht sich eine bürgerfreundlich und innovative Verwaltung. Bürgeranliegen sollen in vier Wochen bearbeitet werden. Bei der Stadtentwicklung möchte er "die kleinen Ortsteile nicht vergessen". Im Bereich Bildung verfolge er die Vision, "in Pirna eine Inklusionsschule zu errichten."

Insgesamt gingen für den Posten des Baubürgermeisters 14 Bewerbungen im Rathaus ein, fünf schafften es in die engere Auswahl. Drei zogen ihre Kandidatur zurück. Auch ein am Freitag kurzfristig nachgerückter Kandidat sagte seine Kandidatur am Montag wieder ab.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.05.2014

Silvio Kuhnert

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