Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 19 ° wolkig

Navigation:
Google+
Bürgermeister wandern für Welterbe "Sächsische Schweiz"

Bürgermeister wandern für Welterbe "Sächsische Schweiz"

Auch wenn der Freistaat die Sächsische Schweiz nicht auf die deutsche Vorschlagsliste für die Unesco-Welterbestätten gesetzt hat, geht der Kampf um den Titel "Weltnaturerbe Sächsisch-Böhmische Schweiz" weiter.

Voriger Artikel
Fahrt zur Schule für Grundschüler künftig teurer - Bautzner Kreistag hebt Elternanteil an
Nächster Artikel
Stadtwerke Pirna erhöhen die Gaspreise

Die Wanderung für den Weltnaturerbetitel führt von Bad Schandau zum Kuhstall. Das beliebte Ausflugsziel liegt im Nationalpark. Dessen Grenzen entsprechen in etwa der geplanten Welterbe-Region.

Quelle: Frank Richter, Tourismusverband Sächsische Schweiz

Bad Schandau/Pirna. Von Silvio Kuhnert

Am 15. September veranstaltet die SPD-Arbeitsgruppe "Euroregion Elbe/Labe" wieder eine Wanderung für den Titel. "Auch wenn wir nicht den Sprung auf die sächsische Tentativliste geschafft haben, wird die Unterstützung immer größer. Noch nie haben sich soviel Bürgermeister angemeldet wie dieses Jahr", teilt Organisator Klaus Fiedler mit.

So wollen unter anderen die Rathauschefs Frieder Haase (parteilos, Königstein), Daniel Brade (SPD, Hohnstein), Robert Läsker (CDU, Kirnitzschtal), Gebhard Moritz (CDU, Rosenthal-Bielatal), Ralf Müller (CDU, Dohna) und für den OB von Pirna Ehrenamtsbürgermeister Hans-Peter Schwerg mit zum Kuhstall wandern.

Start ist 9.45 Uhr vor der Kirche in Bad Schandau. Stadtoberhaupt Andreas Eggert (parteilos) kann nicht persönlich in seine Wanderschuhe schlüpfen, ist aber für das Anliegen Feuer und Flamme. "Ich verspreche mir von dem Titel einen deutlichen Image-Gewinn", meint er und ist sich sicher, dass die Bekanntheit der Region deutschland- und europaweit steigt und mehr Gäste kommen. Die Titel-Hoffnungen der Region richten sich nun auf Tschechien. Eine Nominierung ist unter Federführung des Nachbarlandes möglich.

Rathens Bürgermeister Thomas Richter (parteilos) wird definitiv nicht mitwandern. "Weltnaturerbe ist nur ein zusätzliches Label, das mehr Einschränkungen bringt", zeigt er sich skeptisch. Richter zweifelt an, dass mehr Gäste kommen. "Und wenn doch, benötigen wir mehr Hotels, bessere Straßen und zusätzliche Brücken", so Richter.

Bei derartigen Investitionen sieht er mit Verweis auf die Querelen um die Waldschlößchenbrücke in Dresden größere Hürden und strengere Regeln auf die Region zukommen. "Der Titel manifestiert den Status quo" und versperre den Weg für eine weitere Entwicklung, befürchtet Richter. "Eine Bewerbung kostet auch Geld. Das ist in Kitas und Schulen besser angelegt", meint er weiter. Für ihn ist eine Lösung des Bahnlärm-Problems dringlicher als ein Welterbetitel.

Dem widerspricht Titelkämpfer Fiedler energisch: "Den höchsten Schutzstatus haben wir bereits durch den Nationalpark. Eine höhere Stufe gibt es nicht." Bei der Weltnaturerbe-Wanderung im vergangenen Jahr war unter den über 150 Teilnehmern auch der tschechische Umweltminister Tomas Chalupa.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.08.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

21.07.2017 - 10:25 Uhr

Zur Generalprobe gegen Wolfsburg können die Schwarz-Gelbven wohl erneut nicht in Bestbesetzung antreten .

mehr