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Brunnen aus Mittelalter in Pirna entdeckt

Historischer Fund bei Bauarbeiten auf Dohnaischen Straße Brunnen aus Mittelalter in Pirna entdeckt

Bauleute legten am Mittwochmorgen einen Brunnen in Pirnas Altstadt frei. Das Bauwerk stammt aus dem späten Mittelalter. Lang blieb der bis zu sechs Meter in die Tiefe gemauerte Schacht nicht am Tageslicht. Denn die Bauarbeiten mussten weitergehen.

Grabungstechniker Christof Schubert dokumentierte das mittelalterliche Bauwerk südlich der Ecke zur Schuhgasse.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Im Untergrund der Altstadt Pirnas liegen noch viele Spuren der Stadtgeschichte verborgen. Durch die Bauarbeiten auf der Dohnaischen Straße kam am Mittwochmorgen ein vergessener Brunnen zutage. Als die Bauleute eine schwere Steinplatte hochhievten schauten sie plötzlich in ein tiefes Loch – ins „Pirnaer Sommerloch“, wie eine Passantin scherzte. Sofort verständigten sie das Landesamt für Archäologie – denn der Schacht war in die Tiefe gemauert, und zwar bis zu sechs Meter, wie eine Messung ergab.

Grabungstechniker Christof Schubert machte sich sofort auf den Weg, um die kleine Sensation zu erfassen und zu dokumentieren. „Der Brunnen stammt wohl aus dem späten Mittelalter. Ich schätze 13./14. Jahrhundert“, berichtete er. Dies schloss er zum einen aus der Bauweise und zum anderen an der Bodenschicht unter dem heutigen Straßenniveau.

Der Blick in den sechs Meter tiefen Brunnen war nur von kurzer Dauer

Der Blick in den sechs Meter tiefen Brunnen war nur von kurzer Dauer. Wenige Stunden nach seiner Entdeckung wurde er verfüllt.

Quelle: Silvio Kuhnert

Der Brunnen sei typisch für das mittelalterliche Pirna. „Er ist aus Sandstein gemauert und hat eine runde, etwas eirige Form“, so der Experte. Mit einem Durchmesser von rund 1,30 Meter ist er für die damalige Zeit verhältnismäßig groß. Da er sich aber im öffentlichen Raum befand und somit viele Menschen mit Wasser versorgte, habe die Größe durchaus Sinn, so Schubert.

Allzulang blieb der Brunnen nicht am Tageslicht. Bereits in den frühen Nachmittagsstunden wurde er verfüllt, damit die Arbeiten zwischen Schössergasse und Schuhgasse, wo nach dem Kanal- nun der Straßenbau begonnen hat.

Von Silvio Kuhnert

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