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Breite Straße 2 in Pirna öffnet am Sonnabend die Türen

Nach Sanierung Breite Straße 2 in Pirna öffnet am Sonnabend die Türen

Die Sanierung der Breiten Straße 2 in Pirna steht kurz vor dem Abschluss. Aus einem städtebaulichen Schandfleck ist ein Schmuckstück geworden. Am Sonnabend können bei einem Tag der offenen Tür die Büroräume und das neue Museumsdepot besichtigt werden.

Letzte Arbeiten im Innenhof der Breite Straße 2: Jens Richter verlegt das große Kopfsteinpflaster.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Endspurt in der Breiten Straße 2 in Pirna: Maler geben den Wänden im Treppenhaus den letzten Anstrich, Fußbodenleger setzen die letzten Paneele aus Laminat in den Fluren zusammen, im Hof verlegt Jens Richter mit seinen Kollegen große Pflastersteine. Die Sanierung des markanten Gebäudes an der Ecke B 172/Breite Straße schreitet großen Schrittes der Fertigstellung entgegen. „Die Innengewerke befinden sich in den letzten Zügen“, berichtet Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin.

Wer jetzt durch die Gänge und Zimmer geht, möchte tunlichst keine Tapsen mit seinen Straßenschuhen auf den neuen Fließen, Estrich- oder Laminatböden hinterlassen, und achtet darauf, wo er hintritt. Vor anderthalb Jahren musste aus ganz anderen Gründen jeder Schritt wohl überlegt sein. Die Dielen waren in dem seit Anfang der 1990er Jahre leer stehenden Gebäude sehr morsch. An etlichen Stellen auf dem Dachboden klafften große Löcher. Den westlichen Teil des Gebäudes durfte niemand mehr wegen Lebensgefahr betreten. Einsturzgefahr drohte. „Es ist fünf vor zwölf“, sagte Anfang Mai 2015 Architekt Michael Hamann. Hätte man das Gebäude, was einst schon Canaletto Mitte des 18. Jahrhunderts malte, weiter dem Verfall überlassen, wäre es nicht mehr zu retten gewesen.

Einen Monat später, Anfang Juni 2015, fiel der Startschuss zur Instandsetzung. Fördermittel wurden schon Jahre zuvor vom Freistaat in Aussicht gestellt. Jedoch suchte die Stadt lange nach einem Nutzungskonzept. Sie fand schließlich eine Lösung in der Doppelnutzung durch die städtischen Tochterunternehmen Stadtentwicklungsgesellschaft (SEP) und Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna (KTP). Bei der SEP zieht die gesamte Geschäftsstelle von der Gerichtsstraße an die Breite Straße um. „Für den 17. Januar ist die symbolische Schlüsselübergabe geplant“, informiert Nikitin. An den Folgetagen treffen die Umzugskartons ein.

Die KTP erhält im Westteil und dem angebauten Westflügel ein Depot mit Schauraum für die Schätze des Stadtmuseums Pirna. „Es ist die erste Möglichkeit für das Museum überhaupt, seine rund 80000 Exponate an einem Ort unterzubringen“, berichtet Nikitin. Bislang waren Gemälde, Fotos und historische Gegenstände und Zeugnisse aus der Stadtgeschichte auf mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilt.

In dem sanierten Gebäude gehen rund 500 Jahre Baugeschichte eine Symbiose ein. Die ältesten Gebäudeteile stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Das Hauptgebäude wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Während dessen Außenfassade in einer spätbarocken illusionistischen Bemalung wieder glänzt, dominiert im Inneren die Formensprache eines modernen Bürogebäudes, wo es baugeschichtliche Zeugnisse wie Türrahmen, schwarzer Ruß einer ehemaligen Küche, Wendeltreppe und den restaurierten Laubengang zu entdecken gibt. Rund 3,4 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet.

Am morgigen Sonnabend können die Räume in der Zeit von 13 bis 16 Uhr besichtigt werden.

Von Silvio Kuhnert

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