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Bomben-Einsatz in der Dippoldiswalder Heide hat begonnen - Experten müssen sprengen

Bomben-Einsatz in der Dippoldiswalder Heide hat begonnen - Experten müssen sprengen

Für den sächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst hat am Mittwochvormittag der zweite Einsatz in der Dippoldiswalder Heide begonnen. Zwei Weltkriegsbomben müssen entschärft werden, eine dritte wird aus Sicherheitsgründen vor Ort gesprengt.

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Archivbild vom November

Quelle: Stephan Lohse

Sie liegt so flach in der Erde, dass der entstandene Rost eine Entschärfung unmöglich macht.

Die Sperrung und Evakuierung des Geländes war gegen 8.45 Uhr weitgehend abgeschlossen, bestätigte Polizeisprecher Thomas Geithner gegenüber DNN-Online. Mehrere Straßen sind gesperrt, der Verkehr wird umgeleitet. Von den rund 50 betroffenen Anwohnern habe keiner das angebotene Ausweichquartier in Anspruch genommen. Der nächste Schritt sei dann ein Hubschrauberflug über das Gelände, um zu kontrollieren, dass sich niemand unerlaubt im Wald aufhalte. Danach erhalten die Kampfmittel-Experten um Thomas Lange grünes Licht.

Das Entschärfen der beiden "machbaren" Fliegerbomben könnte nach Schätzung der Polizei innerhalb von rund zwei Stunden abgeschlossen sein. Läuft alles perfekt, könne die dritte Bombe zwischen 11 und 12 Uhr gesprengt werden, hofft Geithner.

Im April 1945 waren über dem Waldstück zwischen Dippoldiswalde und Rabenau zwei US-amerikanische Bomber abgestürzt. Elf scharfe Fliegerbomben hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst bereits im vergangenen Jahr gefunden. Sie wurden im November in einer siebenstündigen Aktion entschärft.

Die jetzt gefundenen Sprengkörper gehören zur gleichen abgestürzten Maschine. Ursprünglich waren die Experten davon ausgegangen, dass die drei Bomben beim Absturz explodiert waren, wurden jetzt aber eines Besseren belehrt.

Bei der Sprengung will der Kampfmittelbeseitigungsdienst erstmals eine neue Technik anwenden, mit deren Hilfe die Auswirkungen der Explosion minimiert werden sollen. Statt der bisher üblichen Papier- und Sanddämmung kommen so genannte "Flexitanks" zum Einsatz. Diese werden mit mehreren Tausend Litern Wasser gefüllt und sollen die Wucht der Detonation abfedern, so dass man von der Sprengung weder allzu viel hören noch sehen wird.

In den Einsatz ist auch die Rabenauer Feuerwehr involviert. Mit ihren Schläuchen müssen die Feuerwehrleute aus dem nahe gelegenen Oelsabach Wasser in die zwei 22.000 Liter fassende Kunststoffbehälter füllen, die dafür sorgen sollen, dass bei der Explosion keine Splitter und Steine herumfliegen. "Die Befüllung wird pro Tank etwa 30 bis 45 Minuten dauern", sagt Rabenaus Bürgermeister Thomas Paul (CDU).

sl / STH

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