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Börse Coswig feiert rundes Jubiläum

Börse Coswig feiert rundes Jubiläum

Knapp zwei Wochen vor dem 1000-Jahr-Fest des Ortsteils Brockwitz wurde gestern in Coswig an ein anderes rundes Jubiläum gedacht. Vor 20 Jahren öffnete die Börse, das Kulturzentrum an der Hauptstraße, wieder.

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Bei einer Feier mit 100 Gästen erinnerten gestern Thomas Kretzschmer und die anderen 20 Mitarbeiter der Kulturbetriebsgesellschaft im Ballsaal der Börse an die Wiedereröffnung des Coswiger Kulturzentrums.

Quelle: Martin Förster

Mit fast 100 Gästen erinnerten die Betreiber von der Kulturgesellschaft Meißner Land am Abend bei Musik und Comedy in dem 1900 erbauten Ballsaal der Börse daran.

Diese Feier fällt dieses Jahr kleiner aus, weil das Jubiläum von Brockwitz alles in den Schatten stellt, erklärt Thomas Kretschmer, Geschäftsführer von der Kulturgesellschaft. Zum 25. Jubiläum des Kulturhauses sei mit Sicherheit eine größere Sause angedacht. Dann werde auch Dach und Fenster der Börse erneuert sein, die Fassade neu verputzt. Rund 150 000 Euro soll das geplante "Geburtstagsgeschenk" kosten. Fließen die Fördermittel wie beantragt, will Coswig das Projekt komplett umsetzen. Zumindest erhält die Fassade auf jeden Fall im Sommer einen neuen Glanz.

Insgesamt wurden nach der Wende rund 3,5 Millionen Euro in die Börse investiert. Der Großteil von rund sechs Millionen D-Mark floss in Umbau und Sanierung des Gebäudes. Dabei musste der vordere Teil der Börse weichen. Nach Abriss von Gaststätte, Küche und Kleinem Saal entstanden neue Bereiche für Gastronomie, Versammlungen und auch Büroräume, die später zu sechs Hotel-Zimmern umgebaut worden sind.

Das Bürgerhaus, dessen Name auf das Wort "Burse" zurück ginge, das einst auf den als Herberge genutzten Bau verwies, war zwischen 1991 und 1993 gesperrt. Das Haus diente zuvor als Ort für Tanzabende, als Hotel, Clubhaus und Lazarett. Die Bebauung des Areals wurde erstmals 1628 dokumentiert. Seit 1887 durfte in dem Gasthaus offiziell Branntwein ausgeschenkt werden.

Infolge der Wende sollten jedoch die baulichen Mängel dort beseitigt werden. Es war dann das erste Kulturzentrum in den neuen Ländern, das in kommunaler Trägerschaft derart aufwendig erneuert wurde. Seither bietet der Ballsaal über 500 Gästen Platz. In 20 Jahren spielten hier nicht nur Puhdys und Silbermond. Auch Roland Kaiser und Helene Fischer sangen hier. Die wohl größte Sause aber - so erinnert sich der dienstälteste Mitarbeiter Lothar Schott - feierte dort vor ein paar Jahren der Tabakkonzern Philip Morris. "Die haben keine Mühen und Kosten gescheut", erzählt der 54-jährige Haustechniker aus Coswig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.05.2013

Stephan Klingbeil

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