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Blockheizkraftwerk versorgt Grundschule, Turnhalle und Kita in Graupa

Selbstversorgung mit Energie Blockheizkraftwerk versorgt Grundschule, Turnhalle und Kita in Graupa

Die Stadt Pirna produziert in Graupa selbst Strom und Wärme. Ein Blockheizkraftwerk versorgt Grundschule, Turnhalle und Kita „Regenbogen“ mit thermischer und elektrischer Energie. Es ist das dritte Kleinkraftwerk im städtischen Besitz und soll nicht das letzte bleiben.

Im Pirnaer Rathaus wird die Stelle eines Klimaschutz- und Mobilitätsbeauftragten geschaffen.

Quelle: dpa/Archiv

Pirna. Im Ortsteil Graupa ist die Stadt Pirna unter die Energieproduzenten gegangen. Für Grundschule, Turnhalle und den Neubau der Kindertagesstätte „Regenbogen“ erzeugt sie nun selbst Strom und Wärme. Ein stadteigenes Blockheizkraftwerk sei in Betrieb genommen worden, teilte Stadtsprecher Thomas Gockel am Dienstag mit. Es ist das dritte dieser Art in Stadtbesitz.

„Das kleinere Kraftwerk leistet mit circa 39 Kilowatt thermischer und 20 Kilowatt elektrischer Leistung etwa die Hälfte dessen, was das Minikraftwerk im Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium schafft. Das erzeugt rund 83 Kilowatt thermische und 50 Kilowatt elektrische Leistung“, informierte Gockel. Ein drittes Blockheizkraftwerk steht in der Carl-Friedrich-Gauß-Oberschule auf dem Sonnenstein. Es ist mit 13 Kilowatt thermischer und fünf Kilowatt elektrischer Leistung das kleinste im Bund. „Alle drei Anlagen unterstützen die Wärme- und Stromversorgung der einzelnen Gebäude an den jeweiligen Schulstandorten“, so Gockel.

Die erzeugte Energie wird zum größten Teil selbst genutzt. Der nicht benötigte Strom wird in das öffentliche Energienetz eingespeist. Die damit erzielten Einnahmen kommen zum Teil der Unterhaltung der Anlagen zugute. „Der sogenannte Gewinnanteil führt zur Senkung der Betriebskosten der genannten Schulen und entlastet damit den städtischen Haushalt“, berichtete Gockel. Knapp 9000 Euro im Jahr kann die Stadt mit Hilfe des Blockheizkraftwerkes konkret in Graupa sparen. In dessen Planung und Bau investierte sie fast 11 3500 Euro.

Bei den drei kleinen Kraftwerken soll es aller Voraussicht nach nicht bleiben. In der Verwaltung gibt es bereits Überlegungen, ein weiteres am Standort der Diesterweg-Grundschule aufzustellen. Auf dem Nachbargrundstück möchte die Stadt eine neue Kindertagesstätte bauen, die neben der Schule über die Anlage mit Wärme und Strom versorgt werden kann. „Vor einer Entscheidung wägt die Verwaltung jeweils die wirtschaftlichen Faktoren ab, um den größtmöglichen Effekt erzielen zu können“, informierte Gockel.

Um künftig für derart strategische Entscheidungen besser gewappnet zu sein, wird in der Verwaltung die Stelle eines Klimaschutz- und Mobilitätsbeauftragten geschaffen. Dieser soll weitere Einsparpotenziale in den kommunalen Gebäuden suchen, um die Betriebskosten senken zu können. Noch in diesem Monat erfolgt die Ausschreibung des Postens. „Die Personalstelle wird über drei Jahre mit Fördermitteln des Bundes unterstützt“, sagte der Stadtsprecher.

Derzeit ist der Energiebeauftragte der Stadt in der Fachgruppe Hochbau angesiedelt. Ein Mitarbeiter erfüllt diese Aufgabe quasi neben seinen Hauptaufgaben. „Eine Ausweitung der Aufgaben auf den Bereich Energiemanagement ist derzeit nicht leistbar“, heißt es aus dem Rathaus. Mit einer Vollzeitstelle möchte man in diesem Bereich Abhilfe schaffen. Als Mobilitätsbeauftragter soll er zudem an der Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplanes mitwirken.

Von Silvio Kuhnert

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