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Bistums-Diözesanrat Dresden-Meißen zeigt sich bestürzt über rechte Haltung unter Bürgern

Bistums-Diözesanrat Dresden-Meißen zeigt sich bestürzt über rechte Haltung unter Bürgern

Der Diözesanrat im Bistum Dresden-Meißen hat die rechtsextremistische Haltung von Bürgern in Freital und anderen Städten der Diözese verurteilt.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Fremdenfeindlichkeit führe zu Diskriminierung von Menschen, die in Not und Verzweiflung Zuflucht und Unterstützung suchten, bis hin zu Gewalt, teilte die Laienvertretung am Montag in Dresden mit. Fehler bei den Zuweisungen von Asylsuchenden und mangelnde Koordination und Information rechtfertigten weder Gewalt noch verbale Ausfälle.

Der Diözesanrat mahnte die Regierung, die Zusammenarbeit mit Kommunen und Landkreisen zu verbessern. Alle beteiligten Verwaltungen müssten transparenter arbeiten und die Menschen informieren, hieß es. Viele positive Beispiele zeigten, dass ein offener Umgang mit dem Thema und die Einbeziehung der Bürger viel Hilfsbereitschaft weckten. „Der Grundsatz unserer Verfassung „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ gilt für alle Menschen, gleich welcher Religion, Hautfarbe und Nation.“

Erzbischof Heiner Koch zeigte kein Verständnis für die Aggressionen gegen Asylbewerber und Flüchtlinge. „Wer Kritik und Bedenken äußern möchte, kann zu den Politikern gehen, aber nicht vor ein Heim von Asylsuchenden“, sagte er. Er bat darum, sich vorzustellen, wie verletzend es für die teils Traumatisierten sei, „wenn sie mit einem solchen Hass konfrontiert werden“.

Sachsens evangelischer Landesbischof Bohl verurteilt die unverholen und offen gezeigte rassistische Hetze. Er habe keinerlei Verständnis für die feindselige Stimmung und Gewalt gegenüber Ausländern. „Den Flüchtlingen, die zu uns kommen, müssen wir im Geist der Nächstenliebe begegnen“, mahnte er am Montag in Dresden. „Man kann über Flüchtlingspolitik und Einwanderung unterschiedlicher Meinung sein, aber die gehört in den politischen Prozess.“ Da müsse man sich eben politisch engagieren oder zu den Wahlen gehen. Übergriffe und Aggressivität „lehne ich als Mensch und Christ ab“. „Wo auch immer Gewalt herkommt, ob von rechts oder links, sie bedroht das Zusammenleben.“ Insofern sei vor allen Dingen der Rechtsstaat gefragt.

dpa

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