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Bistum Dresden-Meißen prüft Aufnahme von Flüchtlingen in katholischen Gemeinden

Bistum Dresden-Meißen prüft Aufnahme von Flüchtlingen in katholischen Gemeinden

Der Appell von Papst Franziskus, Flüchtlinge in katholischen Gemeinden aufzunehmen, ist auch im Bistum Dresden-Meißen aufmerksam wahrgenommen worden.

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Kirchen-Obdach für Flüchtlinge: Das Bistum Dresden-Meißen prüft, ob seine Pfarreien weitere Asylsuchende aufnehmen können.

Quelle: dpa

Derzeit werde geprüft, ob Wohnraum für weitere Asylsuchende angeboten werden kann, sagte Pressesprecher Michael Baudisch auf Anfrage von DNN-Online. In einzelnen Pfarreien sind bereits seit längerer Zeit Flüchtlinge untergebracht, beispielsweise in einem Pfarrhaus im Großraum Dresden.

Weil sich das Bistum in der Vergangenheit bemüht hatte, „den Gebäudebestand stark am tatsächlichen Bedarf der Pfarreien zu orientieren“, gäbe es kurzfristig in den Gemeinden „nur sehr begrenzt freie Raumkapazitäten, die als Flüchtlingsunterkunft geeignet sind“, so Baudisch. Man wolle dennoch sorgfältig prüfen, welche Möglichkeiten vorhanden sind, und „sicher auch weitere Angebote zur Verfügung stellen“.

Zahlreiche Angebote zur Unterstützung Geflüchteter

„Der Appell des Papstes ist uns ein Ansporn, weiterhin engagiert für Menschen auf der Flucht einzutreten“, sagte Baudisch. Dieses Engagement ist nicht neu. Schon seit Jahren setzen sich Bistum und sein Wohlfahrtsverband, die Caritas (lateinisch für Nächstenliebe, Wohltätigkeit), für Asylbewerber und Flüchtlinge ein. So sind in Dresden einige hauptamtliche kirchliche Mitarbeiter im Sektor Flüchtlingshilfe tätig. Sie betreuen beispielsweise ein Netz an Beratungsstellen. Dort werden Migranten und Flüchtlinge bei sozialen, behördlichen, finanziellen, rechtlichen, beruflichen, schulischen und persönlichen Anliegen informiert und unterstützt, Dolmetscher und Rechtsanwälte vermittelt, zu Ämtern begleitet oder bei der Wohnungssuche unterstützt.

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Der Caritasverband verteilt zudem Geld aus einem Fonds für Migranten und Flüchtlinge, den das Bistum eingerichtet hat. Insgesamt 150.000 Euro sind für die Ersthilfe von Betroffenen, vor allem Familien, vorgesehen, also beispielsweise für Haushaltsgegenstände, Bekleidung oder Wohnungsausstattung. Aber auch Kosten für Dolmetscher, Deutschkurse und nichtverschreibungspflichtige Medikamente sowie Fahrtkosten für Ehrenamtliche werden aus dem Fonds bestritten.

Mitarbeiterinnen der Dresdner Caritas-Geschäftsstelle in der Friedrichstadt haben zudem einen wöchentlichen Deutsch-Lern-Treff für die Bewohner des Zeltlagers an der Bremer Straße eingerichtet. Laut Auskunft der Caritas nahmen zuletzt 14 Frauen und sieben Kinder an dem Kurs teil.

Auch 95 Ehrenamtliche – Gemeindemitglieder ebenso wie Konfessionslose – engagieren sich für Asylsuchende und Migranten: Sie haben „Familienpatenschaften“ übernommen, kümmern sich also um einzelne Familien. Die Paten besuchen die Familien, schauen, welche Unterstützung nötig ist, und helfen bei Behördengängen, bei der Vermittlung von Dolmetschern, Anwälten und ähnlichem.

Katholische Gemeinden in Dresden haben auch schon Kennenlern-Feste und ein Fußballturnier für Flüchtlinge ausgerichtet sowie Begegnungsmöglichkeiten organisiert, bei denen sich Einheimische und Zugereiste kennenlernen konnten.

Papst Franziskus hatte am Sonntag alle europäischen Pfarreien, religiösen Gemeinschaften, Klöster und Wallfahrtsorte aufgefordert, eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen. In Deutschland gibt es nach Angaben der Bischofskonferenz rund 10.900 Pfarreien.

ttr

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