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Bilder einer großen Liebe

Bilder einer großen Liebe

20 Jahre lang ging der große Filmstar Rolf Hoppe auf Weesenstein regelmäßig ein und aus. In den altehrwürdigen Schlossmauern las er Märchen, Balladen und Geistergeschichten. Nun wird dem Besucher dort eine groß angelegte Schau über sein Lebenswerk präsentiert.

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Der große Schauspieler Rolf Hoppe ist Gegenstand einer Ausstellung auf Schloss Weesenstein. 20 Jahre lang begeisterte Hoppe hier das Publikum mit seiner musikalisch-literarischen Reihe.

Quelle: Daniel Förster

Weesenstein. 20 Jahre lang ging der große Filmstar Rolf Hoppe auf Weesenstein regelmäßig ein und aus. In den altehrwürdigen Schlossmauern las er Märchen, Balladen und Geistergeschichten, hatte er doch dort für sein Publikum eine musikalisch-literarische Reihe ins Leben gerufen. Und das, obwohl der damalige Schlossdirektor Dr. Klaus-Dieter Wintermann Anfang der 1990er Jahre zunächst nur vier "Lesungen am Kamin" vorgesehen hatte.

Hoppe verliebte sich in Weesenstein. Und das Publikum gab ihm diese Liebe zurück. Unzählige ausverkaufte Veranstaltungen folgten. Dort, wo die Besucher Rolf Hoppe jahrzehntelang live zum Anfassen erleben durften, wird dem Besucher nun eine groß angelegte Schau über sein Lebenswerk präsentiert. Außerdem zeigen inszenierte Schwarz-Weiß-Fotografien des Fotografen Andreas Neubauer, wie sehr Rolf Hoppe mit Schloss Weesenstein verbunden ist.

Anlass ist Hoppes 85. Geburtstag, den er am 6. Dezember feiert. Bereits am Sonntag wurde gewissermaßen vorgefeiert. Höchstpersönlich eröffnete der Mime "seine" Ausstellung und war begeistert von allem, was über ihn zusammengetragen wurde. Außerdem gab es ein großes Hallo mit vielen Bekannten und Freunden. Über 180 Gäste kamen zur Vernissage.

Exponate aus dem Kostümfundus des DEFA-Studios Babelsberg, des Filmmuseums Potsdam, der DEFA-Stiftung und vor allem aus dem Privatbesitz Rolf Hoppes illustrieren die vielfältigen Figuren und Meilensteine einer beeindruckenden Schauspielerkarriere. Angefangen von seiner Kindheit, als er als Sohn eines Bäckermeisters groß wurde, zur Schule ging und zunächst selbst das Bäckerhandwerk erlernte, später aber Clown werden wollte und schließlich Schauspieler wurde.

Nach dem Schauspielstudium am Staatlichen Landeskonservatorium in Erfurt schulte er am Institut für Sprechwissenschaft in Halle (Saale) seine Stimme. Erste Engagements bekam er am Theater der Jungen Garde in Halle und am Theater der Jungen Welt in Leipzig. 1961 ging er ans Staatstheater Dresden, zwischen 1970 und 1975 war er am Deutschen Theater Berlin. Bei den Salzburger Festspielen in den 1980er Jahren spielte er mehrmals die Rolle des "Mammon", er war auch in der Schweiz, Italien und China zu erleben.

1964 stand er zum ersten Mal vor einer Filmkamera. Ob Schurke im Indianerstreifen, Charakterdarsteller auf der Bühne oder König im Märchenfilm - Rolf Hoppe war stets jeder Rolle gewachsen. Immer gestaltete er sie mit großer Akribie und überbordender Leidenschaft. Durch die Rolle als Hermann Göring im Spielfilm "Mephisto" wurde er 1981 international bekannt. Heute lebt er in Dresden-Weißig und ist Prinzipal vom Hoftheater Dresden.

Die Sonderausstellung "Rolf Hoppe. Ein Schauspielerleben" auf Weesenstein ist bis 1. Mai 2016, Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr, geöffnet.

Daniel Förster

daniel förster

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