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Biedermann-Mausoleum bei Thürmsdorf ist nach Sanierung ein Ort der Stille und Andacht

Wanderkapelle am Malerweg Biedermann-Mausoleum bei Thürmsdorf ist nach Sanierung ein Ort der Stille und Andacht

Das frühere Mausoleum der Baronen-Familie von Biedermann ist saniert. Am Freitag wurde die einstige Grabstätte zur ersten Malerwegskapelle geweiht. In der Nähe bietet sich Wanderern ein vergessener Blick auf die Festung Königstein und das Elbtal.

us dem ehemaligen Biedermann-Mausoleum ist die hochwertig sanierte Malerwegskapelle geworden. Trotz schlechten Wetters wohnten viele Schaulustige der Eröffnung am gestrigen Freitag bei.

Quelle: Daniel Förster

Struppen. Der Malerweg hat jetzt eine eigene Kapelle. Nach Jahren des Verfalls wurde das einstige Mausoleum der Baronen-Familie von Biedermann um Freiherr Erich Moritz von Biedermann (1874-1931), früherer Schlossherr von Thürmsdorf, nach der Sanierung durch eine ökumenische Segnung durch Pfarrer und Priester geweiht. „Die Malerwegskapelle ist ein weiterer Ort der Geschichte in Sachsen, der mit viel Herzblut und Engagement erhalten werden kann. Der Malerweg verfügt nun über ein weiteres zugängliches kulturelles Denkmal“, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU), der der Andacht beiwohnte.

Das Grabgebäude liegt im Wald zwischen dem Struppener Ortsteil Thürmsdorf und der Stadt Königstein. Das Mausoleum wurde um 1920/21 als Kuppelbau mit Halbsäulengliederung errichtet. Die vier dort einstmals beigesetzen Angehörigen der Familie von Biedermann wurden bereits in den 70er Jahren umgebettet. Über die Jahrzehnte kam es zu schweren Bauschäden. Nicht nur der Zahn der Zeit nagte am Objekt, sondern es wurde wiederholt Opfer von Vandalismus. Heute gehört es Sven Erik Hitzer. Er ist seit den 1990er Jahren Eigentümer von Schloss Thürmsdorf. Bekannt wurde der Unternehmer in der Region unter anderem mit dem Ausbau der Schmilkaer Mühle zu einem Biorefugium. Die Kapelle ist ein Baustein seiner zahlreichen Aktivitäten. „In dieser herrlichen Umgebung wird es ein Ort der inneren Einkehr und der Besinnung“, sagte Hitzer, als er mit den Arbeiten im vergangenen Herbst begann.

Seither wurden Zimmer- und Dachdecken repariert, der Putz und die Stuckarbeiten sowie die Glasfenster in Buntglas restauriert. So entstand im Altarraum wieder der farbliche Eindruck von 1920/21. Hitzer beschrieb ihn als „eine Sonnenaufgangsstimmung“. Zudem wurden die Grabplatten rekonstruiert. Insgesamt flossen knapp 187000 Euro in die Kapelle, die in den Malerweg eingebunden wird und öffentlich zugänglich ist. Bund und Freistaat förderten das Vorhaben mit jeweils rund 84000 Euro.

Den Bau hat Familie Hitzer auch mit einigen liebevollen Details versehen. So schmückt den Rundbau jetzt eine moderne rund-um-Fotografie als Panoramabild. Zu dem Kleinod gehört auch der sich in der Nähe befindliche Johann-Alexander-Thiele-Blick. Die nach dem Maler bekannte Aussicht war völlig zugewachsen. Nach Absprache mit Sachsenforst ließ Hitzer die Blickachse wieder feischneiden, so wie sie im 18. Jahrhundert war.

Von SIlvio Kuhnert

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