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Bewegende Fotos: Pirna im Jahr der Wende

Bewegende Fotos: Pirna im Jahr der Wende

"Pirna im Jahr der Wende 1989" - Fotoimpressionen aus den schicksalshaften Tagen vor 25 Jahren" lautet der Titel der aktuellen Ausstellung in der Mägdleinschule, Kirchplatz 10. Noch bis Donnerstag sind dort beeindruckende Bilddokumente zu sehen, die während und kurz nach dem historischen Umschwung in der Elbestadt entstanden waren.

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Im Wendeherbst 1989 gingen auch die Pirnaer für Freiheit und gegen Misswirtschaft auf die Straße.

Quelle: Repro: Daniel Förster

Der zum Kuratorium Altstadt Pirna gehörende Fotoklub präsentiert zu den Öffnungszeiten jeweils von 14 bis 17 Uhr rund 50 Fotografien.

Die Motive hat der Heidenauer Fotofreund Johannes Kluvetasch aus dem Nachlass des Copitzer Fotografen Klaus Zantke (1930-2009) und aus dem Fundus seines Sohnes Stefan Zantke sowie von Jörg Hoffmann und Maik Leminski ausgewählt und zu einer Schau zusammengestellt. Einige Fotos hat auch Klub-Mitglied Andreas Peldschus beigesteuert bzw. stammen aus dem Archiv vom Kuratorium Altstadt Pirna. "Mir war es wichtig, nicht nur die Menschen auf der Straße zu zeigen, sondern auch Bilder von der Altstadt, wie sie damals ausgesehen hat, als sie völlig dem Verfall preisgegeben war", sagt Kluvetasch. Die Hälfte der Fotos zeigt Menschen, Menschen auf der Straße bei Demonstrationen und mit ihren Willensbekundungen im Herbst 1989 oder auch im Zug gen Westen auf dem Bahnhof.

"Unsere alte Stadt Pirna ist schwer krank", schreibt Pirnas Urgestein Wolfgang Bieberstein in der Einleitung der Ausstellung, "überall zeigt sie uns ihre stillen Wunden; zugefügt in jahrzehntelang verfehlter Politik. Ihr Organismus ist kaum noch lebensfähig." Mit den Worten spielt er auf den damaligen Zustand der Altstadt an. "Und trotz alledem, noch signalisiert ihr müdes Herz von Hoffnung getragene Lebenszeichen. In dieser Stunde ist es geboten, dass all jene in unserer Stadt, die den Glauben an ein neuerliches Erblühen dieser einstmals so großartigen Handels- und Handwerkerstadt nicht verloren haben, nun endlich beginnen, den Unrat aus der Stadt hinaus zu tragen", so Bieberstein.

Dr. Albrecht Sturm vom Kuratorium fügt hinzu: "Die gezeigten Bilder wollen keine Illustrationen für eine tiefschürfende Analyse sein, sondern Fotoimpressionen. Der Betrachter ist gehalten, sich eigene Gedanken zu machen und - ist er jung und hat es nicht erlebt - nachzufragen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.12.2014

Daniel Förster

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