Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Betreten verboten - Saftige Geldstrafen für Gaffer in den Hochwassergebieten

Betreten verboten - Saftige Geldstrafen für Gaffer in den Hochwassergebieten

Gaffen kann teuer werden. Landrat Michael Geisler (CDU) hat das Betreten der überschwemmten Gebiete entlang der Elbe verboten. Wer in der Hochwasserzone sowie innerhalb eines Bannkreises von zehn Metern in der Nähe der Fluten erwischt wird, muss mit einer empfindlichen Geldstrafe von bis zu 1000 Euro rechnen.

Voriger Artikel
Neue Verkehrsregeln nach der Flut - In Pirna stehen rund 1900 Gebäude im Wasser
Nächster Artikel
Sandsäcke bleiben liegen - Coswig bereitet Aufräumen vor, wartet aber noch ab

Vom Fels aus über dem früheren Duty-Free-Shop ist der Grenzübergang Hrensko sowie weiter flussaufwärts auf der anderen Elbseite die S-Bahnstation Schöna zu sehen. In Höhe der Bahnstation befindet sich der Messpunkt Pegel Schöna.

Quelle: Mike Jäger

Oberes Elbtal. Geahndet werden ebenfalls das Fahren mit dem Boot oder Auto in dieser Zone als auch das Erklettern und Betreten von Hochwasserschutzanlagen.

Die Stadt Heidenau geht gegen "Hochwassertouristen" bereits seit Mitte der Woche rigider vor. "Gaffen, gucken und schöne Fotos machen haben wir eingeschränkt", berichtete Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU). Seit die Bahnunterführungen am Mittwoch voll liefen, müssen die Anwohner zwingend ihren Personalausweis vorhalten. Wer nicht nachweisen kann, dass er hier wohnt oder dringende Geschäfte zu erledigen hat, wird aufgefordert, das Stadtgebiet Heidenau Nord zu verlassen. Mit "Zuschauern" hatten Verwaltung und Polizei beispielsweise am Dienstagabend schlechte Erfahrungen gemacht. Als die Flut über den Damm an der Hafenstraße schwappte und der Wall zu brechen drohte, hatten sie Probleme, ungebetene Zaungäste aus der Gefahrenzone zu bekommen.

Auf Schaulustige zielt in erster Linie der Erlass des Landrats ab. "Wir wollen Gefahren abwenden", berichtete Beigeordnete Kati Hille (CDU), "damit Helfer ihre Arbeit machen können." Denn die Einsatzkräfte sind voll gebunden. Zwischen Schmilka und Rathen sind beispielsweise ständig rund 150 Rettungskräfte und Sanitäter im Einsatz. Die gegenwärtige Lage erlaubt es nicht, sie zur Bergung von Menschen abzuziehen, die sich in eine unnötige und abwendbare Gefahr begeben.

Über die Einhaltung des sogenannten Betretungsverbots wacht die Bundespolizei. Wer aufgegriffen wird, erhält eine Verwarnung und riskiert ein Ordnungsgeld und Platzverweis. Helfen diese Sanktionen nicht, klicken Handschellen. Die Regelung endet mit Aufhebung des Katastrophenalarms.

Anrainer sollten immer ihre Papiere bei sich haben. Hochwasseropfer können zu ihren Häusern gehen, wenn keine Gefahr mehr besteht. Wer bei Aufräumarbeiten helfen möchte, soll bei den zentralen Anlaufstellen wie der Helferzentrale in Pirna anrufen: 0160/3 63 13 55 oder 0160/5 34 35 69. Weitere Nummern: Heidenau 03529/ 5710; Stadt Wehlen 0170/6 68 29 50; Schmilka 035022/9 22 30; Bad Schandau 0163/2 68 75 05; Landratsamt 03501/515-1135 oder -1136.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.06.2013

Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr