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Betonschwellenhersteller Rail.One wird indisch - Standort Coswig nicht betroffen

Betonschwellenhersteller Rail.One wird indisch - Standort Coswig nicht betroffen

Die Rail.One GmbH mit Hauptsitz im bayrischen Neumarkt und Standort im sächsischen Coswig wird verkauft. Neuer Eigentümer der Betonschwellenhersteller wird der indische Mischkonzern PCM Group of Industries (Sitz Kalkutta/Westbengalen) sein.

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In einer der Hallen von Rail.One werden Gleisschwellen gefertigt.

Quelle: Martin Förster

Coswig/Neumarkt . Verträge dazu sollen bis Ende November unterschrieben werden, hieß es gestern von Rail.One. Bei dem Mischkonzern aus Indien handele es sich um "einen strategischen Investor". PCM hat 17 Firmen in Indien, ist aber auch in anderen asiatischen Ländern wie Saudi-Arabien und Bhutan aktiv.

Ein Verkauf des Unternehmens, das sich bisher im Besitz eines Finanzinvestors befunden habe, sei bereits seit einiger Zeit geplant gewesen, sagt Rail.One -Sprecherin Hedwig Blomeier auf DNN-Anfrage. "Wir haben einen strategischen Partner gesucht und sind mit dem neuen Eigentümer sehr zufrieden", so Blomeier. PCM sei an "einem nachhaltigen Wachstum interessiert". Am größten deutschen Standort der Betonschwellen-Experten in Coswig arbeiten rund 90 Mitarbeiter. "Dort sind keine Veränderungen geplant", bekräftigt Blomeier. In Coswig sieht man die Entwicklung durchaus positiv. Produktionsleiter Holger Giebe zufolge gibt es unter den oft langjährigen Mitarbeitern niemanden, den Job-Ängste plagten.

Erst in der vorigen Wochen hatte das Werk im Gewerbegebiet Industriestraße 20-jähriges Standortjubiläum gefeiert (DNN berichteten). Rail.One hatte vor sechs Jahren die Betonschwellen-Sparte von der sich umstrukturierenden Pfleiderer Bau- und Verkehrssysteme AG übernommen. Diese hatte sich 1991 in Coswig wegen des dortigen Spannbetonmastenwerks und der guten Infrastruktur angesiedelt. Das neue Werk ging 1992 in Betrieb.

"Wir werden unseren erfolgreichen Weg fortsetzen, weiter nah an den Kunden sein, die internationale Präsenz weiter ausbauen", so Geschäftsführer Jochen Riepl bei dem Festakt in Coswig. "Als Innovationstreiber im Markt werden wir zudem ambitionierte Entwicklungsziele für die Auftraggeber verwirklichen." Die Rail.One-Gruppe ist weltweit einer der führenden Hersteller von Gleis- und Weichenschwellen. Die Deutsche Bahn ist Großkunde, Dresdner Straßenbahnen fahren überwiegend auf Schwellen aus Coswig. An seinen zwölf Standorten in Europa und Asien erzielte Rail.One Jahresumsätze von 130 Millionen Euro. Von Coswig aus wurden seit 1992 über zehn Millionen Betonschwellen in mehr als 20 Länder geliefert. Das entspricht einer Gleislänge von 6000 Kilometern.

Stephan Klingbeil

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