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Bessere Hilfe für kleine Patienten

Bessere Hilfe für kleine Patienten

Der Verein "Sternschnuppe-Sachsen" hat gestern der Johanniter-Unfallhilfe in Dohna kindgerechte medizin- und rettungstechnische Ausrüstung sowie eine Baby-Reanimationspuppe übergeben.

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Anne Frank

Dohna. Das Rettungspaket für Kinder hat einen Wert von 3500 Euro. Im Interview mit DNN-Mitarbeiter Silvio Kuhnert berichtet Vereinsvorsitzende Anne Frank über ihre Ziele.

Welches Anliegen hat der Sternschnuppe-Verein?

Anne Frank: Sternschnuppe-Sachsen ist ein Verein, der sich um Kinder in Not kümmert, und zwar sachsenweit. In Not heißt, wenn sie in eine Situation geraten, in der sie in einen Blaulichtwagen transportiert oder behandelt werden müssen. Kinder reagieren ganz anders als Erwachsene. Schock und Schmerz, fremde Menschen, eine ungewohnte Umgebung in Einsatzfahrzeugen und der Aufenthalt im Krankenhaus machen ihnen Angst. Meist ist ein Kind psychisch so verkrampft, dass es sich dem Rettungssanitäter oder dem Arzt verschließt.

Dann helfen Sie?

Wir verteilen zum Beispiel an die Sanitäter Teddybären. So einen Rettungsteddy können die Rettungskräfte den Kindern in die Hand drücken, um ihnen die Ängste zu nehmen und ihnen etwas Sicherheit zu geben. Der Rettungsteddy ist daher viel mehr als nur Spielzeug. Er hilft im Gespräch mit dem Kind zur Diagnose-Findung und bei der "psychologischen Aufarbeitung" des Unfalls.

Nun hat Ihr Verein den Johannitern keine Teddybären überreicht, sondern ein Kinder-Rettungspaket. Warum?

Neben den Teddybären möchten wir auch dabei helfen, Rettungswagen kindgerecht auszustatten. Geldmangel ist in allen Bereichen an der Tagesordnung. Für große Patienten sind die Fahrzeuge gut ausgestattet, aber für die kleinen nicht. Deshalb haben wir zum Beispiel diese Übungspuppe übergeben. Sie ist sehr teuer. Rund 3000 Euro kostet so eine Puppe. Mit ihr können die Rettungsmannschaften zum Beispiel die Wiederbelebung eines Kleinkindes üben.

Welche neuen Projekte plant Sternschnuppe?

Wir wollen die Schulung von Rettungssanitätern, aber auch die von Eltern fördern. Mütter oder Väter sind in einer Notfallsituation ebenfalls sehr überfordert. Sie sind ängstlich, wissen nicht, wie sie ihrem Kind helfen können, vor allem, wenn es noch sehr klein ist. Hier möchten wir gern Kurse für solche Notsituationen anbieten, damit Eltern wissen, wo sie hinfassen müssen, wie sie erste Hilfe leisten können, wem sie anrufen sollten. Dieses Projekt möchten wir im kommenden Jahr beginnen.

Wie kann man den Verein unterstützen?

Für jede Spende sind wir sehr dankbar. Die 30 Mitglieder unseres Vereins sind alle ehrenamtlich tätig. Unser Arbeit lebt von Spenden. Das Geld, was bei uns eingeht, kommt 1:1 dort an, wo Not am Mann ist. Gern kann man bei uns auch Mitglied werden. Der Jahresbeitrag liegt bei 25 Euro. Ich denke, das ist ein Betrag, den man sich leisten kann, und das Geld kommt den Kindern zugute.

www.sternschnuppe-sachsen.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.10.2012

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