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Belebung der Meißner Innenstadt ist das Ziel - OB Raschke resümiert zehn Jahre Amtszeit

Belebung der Meißner Innenstadt ist das Ziel - OB Raschke resümiert zehn Jahre Amtszeit

Meißen. "Stolz" - dieses Wort sagte Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) am Mittwoch oft. Er ist seit ziemlich genau zehn Jahren im Amt und nutzte am Vormittag die Gelegenheit, seine bisherige Amtszeit zu resümieren.

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Olaf Raschke auf der Elbstraße. Seit zehn Jahren ist er Oberbürgermeister Meißens.

Quelle: Uwe Hofmann

Auf das Erreichte könne man stolz sein, sagte der 51-Jährige. "Wenn man zurückblickt, dann merkt man, wie viele Dinge die Meißner heute als selbstverständlich annehmen, die in den letzten zehn Jahren erreicht worden sind. Dabei können sie durchaus stolz darauf sein", sagte er. Eine Sichtweise, die OB Raschke nicht exklusiv haben dürfte.

Denn 2004, als der damalige Jugendamtsleiter vom Landratsamt Meißen ins Rathaus wechselte, stand es um Meißen nicht gut. "Der Schuldenstand betrug 55 Millionen Euro, wir konnten nicht einmal Fördermittel beantragen", erinnert sich Raschke. Die Stadt musste jede Ausgabe über 5000 Euro von der Rechtsaufsicht genehmigen lassen. "Wir waren handlungsunfähig."

Heute drückt die Stadt mit 25 Millionen Euro immer noch ein hoher Schuldenstand. Dennoch kann sich die Bilanz, 30 Millionen Euro in zehn Jahren getilgt zu haben, durchaus sehen lassen. Das gilt auch für die Entwicklung der "Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungsgesellschaft" (SEEG). 2004 wegen auslaufender Kredite noch gelähmt, wurde die Stadttochter durch ein Nachfolgedarlehen gerettet, das die Verantwortlichen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aushandelten. "In Sachsen war das damals nicht möglich", erinnert sich der OB. Anschließend habe man wieder investieren können und schreibe inzwischen auch schwarze Zahlen.

Was aber nicht heißt, dass in Meißen jetzt alles eitel Sonnenschein sei. Das behauptet auch Raschke nicht. So will er bei der Sanierung und Belebung der Altstadt vorankommen. Die Voraussetzungen dafür seien geschaffen, weil es inzwischen funktionierende Durchfahrtsstraßen gebe, die umgebaute Bundesstraße 6 etwa oder den Schottenbergtunnel. Raschke nennt den Theaterplatz, die Gerbergasse und die Görn'sche Gasse als die Bereiche, die man als nächstes anpacken sollte, wobei die Gerbergasse aktuell schon saniert wird.

Die Görn'sche Gasse ist seit langem ein Thema. Viele historische Gebäude sind dort dem Verfall überlassen. In den Archiven finde man viele Hinweise darauf, dass dort früher Handwerker ihre Domizile hatten. "Das könnten wir wieder aufleben lassen", meint Raschke. Dann bekäme man auch eine ordentliche Verbindung von der Altstadt zur Porzellanmanufaktur hin.

Anderes schwebt im auf dem Theaterplatz vor. Der ist wenig attraktiv und wird vor allem vom "Solitär" Theater belebt, wie Raschke sagt. Er will nun Ideen sammeln, wie sich das ändern ließe. Das könnte ähnlich wie auf dem Marktplatz passieren, wo Raschke die parkenden Autos schon vertreiben ließ. Heute sei die Gegend wegen ihrer vielen Freisitze eine besonders bei Touristen beliebte Gegend. Das gelte auch für die Burgstraße. Sie soll ab dem nächsten Jahr für den Verkehr gesperrt werden, um sie für Gäste attraktiver zu machen.

Es bleibe also viel zu tun, auch bei der Schulsanierung oder der Wirtschaftsförderung, meint Raschke. Um alles zu packen, brauche man auch Glück. So wie bei der Sanierung des Alten Rathauses. "Als ich das Rathaus das erste Mal sah, eine Baugrube von Keller bis zum Dach, standen mir Tränen in den Augen", beschreibt Raschke einer seiner bittersten Erinnerungen. Mit Spenden trieb Meißen die rund 250 000 Euro Eigenmittel für die Sanierung auf, mit denen rund eine Millionen Euro Fördermittel freigemacht werden konnten. Die Einweihung habe man 2010 mit einer Festwoche gefeiert. Diese Erinnerung gehört zu den besseren aus zehn Jahren OB Raschke.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.11.2014

Uwe Hofmann

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