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Bei Vadossi in Radebeul entstehen schon Christstollen - Preise werden steigen

Bei Vadossi in Radebeul entstehen schon Christstollen - Preise werden steigen

Die Weihnachtssaison hat begonnen - zumindest im Einzelhandel. Für Thomas Hartmann, Geschäftsführer der "Sächsischen und Dresdner Back- und Süßwaren" (ehemals Vadossi) bedeutet das Stress.

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3300 Stollen entstehen in einer Schicht in Handarbeit, am Ende der Saison werden es rund 250 Tonnen sein.

Quelle: Martin Förster

Neben dem Hauptprodukt Nudossi werkeln seine Mitarbeiter seit Wochen an Stollenkonfekt und Dresdner Christstollen. In drei Schichten wird gearbeitet, rund um die Uhr werden die weihnachtlichen Leckereien aus dem Ofen geholt, abgekühlt, verpackt und ausgeliefert. "Mehr Produktion geht nicht", sagt Hartmann.

Von Christin Grödel

3300 Stollen entstehen in einer Schicht, jedes einzelne Gebäck ist Handarbeit, am Ende der Saison werden es rund 250 Tonnen sein.

Größeres Augenmerk legt das Unternehmen mittlerweile jedoch auf die Produktion des Stollenkonfekts. Die Nachfrage danach sei enorm gewachsen, wie Hartmann erklärt. "Die Essgewohnheiten haben sich verändert. Kleinere Verpackungen sind mittlerweile beliebter geworden. Unser Konfekt ist handlicher, krümelt nicht so und hat trotzdem den Geschmack von Weihnachten." Hatte seine Firma vor drei Jahren noch 280 bis 300 Tonnen Stollenkonfekt hergestellt, waren es im vergangenen Jahr bereits 450 Tonnen. Diese Menge peilt der Geschäftsführer auch in diesem Jahr an.

In Sachen Umsatz sei der frühe Verkauf von weihnachtlichem Gebäck natürlich nicht schlecht, wie Hartmann sagt, schließlich werden von Anfang September bis Mitte Oktober die besten Erträge im Weihnachtsgeschäft verzeichnet. "Wenn der Verkauf erst im Oktober losginge, wäre das für uns nicht mehr aufzuholen", meint der Geschäftsführer. "Natürlich könnten wir noch eher mit der Produktion anfangen. Aber Rohstoffe altern naturgemäß. Wenn ein Stollen zwei bis drei Wochen liegt, ist er optimal. Länger als sechs Wochen sind aber nicht zu empfehlen."

Riesiges Wachstum sei auf dem Markt nicht mehr zu erwarten. "Irgendwann ist die Fahnenstange erreicht. Wir werden ja auch nicht mehr Menschen in Deutschland", argumentiert der gelernte Bäckermeister.

Ohnehin sei er gespannt, wie der Abverkauf in diesem Jahr vonstatten geht. Das sei vor allem deshalb nur schwer einschätzbar, weil es erhebliche Preiserhöhungen im Lebensmitteleinzelhandel gegeben hätte. "Für Mandeln bezahle ich 25 bis 30 Prozent mehr, für Butter 40 Prozent", sagt Hartmann. Das Resultat: Auch der Stollen und das Konfekt aus Radebeul werden für einen höheren Preis über den Ladentisch gehen.

"Billig lässt sich nicht mit ökologisch und nachhaltig vereinbaren. Deshalb haben wir uns eine Nische gesucht", beschreibt Hartmann. Rund acht bis neun Millionen Umsatz macht das Unternehmen pro Jahr, hauptsächlich mit dem Brotaufstrich Nudossi. Vier bis fünf Millionen Becher der Haselnusscreme werden jedes Jahr verkauft. Die Hauptabnehmer wohnen immer noch in den neuen Bundesländern, aber auch der Markt in den alten Bundesländern wachse stetig.

"Wir sind ein Familienunternehmen und wollen es auch bleiben. Wir bleiben lieber klein und fein, können unseren langjährigen Mitarbeitern aber Sicherheit garantieren", gibt der Geschäftsführer die Marschrichtung vor. Rund 30 Angestellte beschäftigt das Unternehmen, während der Weihnachtsproduktion sind es 30 bis 35 Saisonarbeitskräfte und Leiharbeiter mehr.

iDer Werksverkauf des Unternehmens ist auf der Kötitzer Straße 27, er hat von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17.30 Uhr sowie Sonnabend von 8 bis 11 Uhr geöffnet

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.09.2013

Christin Grödel

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