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Befindlichkeiten erschweren Stadtmarketing in Meißen

Befindlichkeiten erschweren Stadtmarketing in Meißen

Meißen. Porzellanmanufaktur Meissen, Stadt Meißen, Winzer Meissen, Tourismusverein Meißen, Gewerbeverein Meißen, Albrechtsburg Meissen - nicht einmal bei der Schreibweise des Städtenamens ist man sich einig.

Von der Vielzahl der Meißen-Logos, die durch die digitale und reale Welt mäandern, ganz zu schweigen. Da ist es bis zu einer Corporate Identity, einer gemeinsamen Identität zu der sich alle Meißner Kultur- und Wirtschaftsunternehmen bekennen, ein sehr weiter Weg. Doch die Wein- und Porzellanstadt braucht dringend eine gemeinsame Strategie, um mehr Touristen anzulocken. Mehrere Anläufe in den vergangenen Jahren seien nach einer Anfangseuphorie wieder verpufft, bedauert Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos). Jetzt hat man sich Experten bestellt, um endlich Struktur in das Vermarktungschaos zu bringen.

Eigentlich wollte Meißen im August bereits ein Stadt- und Tourismusmarketing-Konzept vorlegen, doch so weit wagte sich das beauftragte Fachbüro dann doch nicht vor. Gestern gab Mathias Feige von der Berliner Firma dwif-Consulting einen Zwischenbericht mit ersten Handlungsempfehlungen. "Meißen hat ein beneidenswertes Potenzial", sagt Feige mit Blick auf Porzellanmanufaktur, Albrechtsburg, Wein- und Elbradtourismus. Doch es bleibe unter seinen Möglichkeiten, denn in Sachen Marketing gebe es ein "Umsetzungsproblem". Das liege zum einen an unklaren Zuständigkeiten sowie Aufgabenüberschneidungen durch eine Vielzahl unterschiedlicher Verbände - so gibt es beispielsweise die Tourist-Info, den Tourismus-Verein und den Tourismusverband Sächsisches Elbtal. Zum anderen sei Feige in seinen Gesprächen in den vergangenen Monaten auch auf zwischenmenschliche Gräben gestoßen, wie mangelnde gegenseitige Wertschätzung und langjährig gepflegte Vorurteile.

Das wirkt sich auf den Tourismus aus: So verzeichnete Meißen von 2001 bis 2011 ein mageres Übernachtungsplus von 4,8 Prozent. Kulturell ähnlich reizvolle Städte wie Trier oder Speyer steigerten im gleichen Zeitraum ihre Übernachtungen um 26,6 und 38,3 Prozent. Eine Linie, ein Leitbild, eine Marke - die Corporate Identity ist dringend nötig, damit der Tourismus in der Porzellanstadt anzieht. Feige plädiert für die Gründung eines Gewerbe- und Tourismusvereins, der die Belange aller örtlichen Vereine, Gewerbetreibenden und der Tourismuswirtschaft gebündelt vertritt. Unternehmen wie die Porzellanmanufaktur können ihre Angelegenheiten über eine lose Vereinigung kommunizieren - einen "Club Meißen International", so der Vorschlag von Feige. In den nächsten Wochen stehen Diskussionen an, um hier auf einen Nenner zu kommen. Am 6. November soll das fertige Konzept dem Stadtrat vorgelegt, diskutiert und verabschiedet werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.08.2013

Arndt, Madeleine

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