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Baustelle Verwaltungssitz - Radebeul setzt im Rathaus-Areal zum Endspurt an

Baustelle Verwaltungssitz - Radebeul setzt im Rathaus-Areal zum Endspurt an

Bagger wühlen sich durch das Rathaus-Areal in Radebeul-Ost. Sie zeigen am deutlichsten an, dass ein jahrelanges Projekt so langsam zum Ende kommt: Die Konzentration der früher übers gesamte Stadtgebiet verstreuten Verwaltungsgebäude Radebeuls rings um das Historische Rathaus.

Radebeul.

So ist das Sozialamt schon in ein umgebautes Wohnhaus eingezogen, die alte Post beherbergt das Rechts- und Ordnungsamt samt Standesamt. Außerdem wird derzeit das Technische Rathaus so saniert, dass es wenigstens noch 20 Jahre stehen bleiben kann. Das Gebäude wurde 1991/92 in Holzständerbauweise errichtet und sollte eigentlich nur für zehn Jahre als Provisorium dienen. Es hat sich so sehr bewährt, dass davon inzwischen keine Rede mehr ist.

Fast alle Freiflächen zwischen den Gebäuden werden für rund 600 000 Euro umgestaltet. Geplant ist ein richtiger kleiner "Rathaus-Campus", wie Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) sagt. Das ist ein breiter Grünstreifen, der ähnlich wie der Hochzeitsgarten hinter dem Standesamt durch kleine Plätze mit Sitzmöglichkeiten durchbrochen wird. Rings herum entstehen Besucher- und Mitarbeiter-Parkplätze. Offen und freundlich soll sich das Rathaus-Areal nach dem Willen der Planer künftig präsentieren. Dazu passt, dass die Zäune zur Neubrunnstraße verschwunden sind. Allerdings wurden sie für die Zeit der Bauarbeiten an den meisten Stellen durch Bauzäune ersetzt.

Davon lässt sich Baubürgermeister Müller nicht stören. Gern führt er durch das Technische Rathaus, dass durch einen neuen Vorbau mit entsprechendem Schriftzug erstmals auch als ein solches gekennzeichnet ist. Neben moderner Brandschutztechnik und einer besseren Wärmedämmung ist der Einbau eines Fahrstuhls die wichtigste Maßnahme des Umbaus. Dafür musste auch der Sitzungssaal umgestaltet werden. Dort steht jetzt ein Großbildschirm, der die Beamertechnik abgelöst hat. Im Technischen Rathaus tagt unter anderem der Stadtentwicklungsausschuss (SEA), der Baupläne gern detailliert diskutiert. Da der Sitzungssaal über eine vom Boden bis zur Decke reichende Fensterfront verfügt, lässt sich die Arbeit der Stadträte künftig schon von Weitem von der Pestalozzistraße aus verfolgen. Auf der anderen Seite der Glasscheiben faszinieren Baubürgermeister Müller am Ausblick vor allem die "neu entstandenen Sichtbeziehungen", wie er sagt. Im Zuge der Arbeiten sind eine Reihe von Mauern und Schuppen verschwunden, die bisher das Rathaus-Areal versperrten.

Im August soll das Technische Rathaus fertiggestellt sein, das dann an der der Bahnlinie zugewandten Rückseite mit dem Radebeuler Logo Werbung für die Stadt macht. Die Kosten werden auf rund 600 000 Euro veranschlagt. Im Herbst soll es anschließend im Nachbargebäude, der alten Polizeiwache weitergehen.

Das ist, abgesehen vom Historischen Rathaus, das einzige unsanierte Gebäude im Areal. Auch dort werden alle Nebengebäude entfernt sowie ein nachträglich eingebauter Wintergarten zurückgebaut, so dass das Haus in seiner ursprünglichen Form zum Vorschein kommt. Es erhält ein Blockheizkraftwerk, das künftig die umliegenden Verwaltungsgebäude und die Schulhäuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit Wärme versorgen wird. Die Leitungen dafür werden derzeit im Außengelände vergraben. Außerdem entstehen Büroräume, die die Besitzgesellschaft der Stadt beziehen wird. Die Kosten werden mit rund 670 000 Euro angegeben, wobei wie bei allen Maßnahmen im Gelände über das Stadtsanierungsprogramm je ein Drittel vom Bund und eines vom Land als Fördermittel kommen. Das letzte Drittel trägt die Kommune selbst.

Die auslaufende Förderung ist auch ein Grund dafür, warum die Stadt schleunigst zum Ende kommen will. Dabei wartet noch ein dicker Brocken: das Historische Rathaus. Das ist nur äußerlich instand gesetzt, bedarf also einer Sanierung. "Die Elektroanlagen sind beispielsweise überhaupt nicht standard- gemäß", sagt Baubürgermeister Müller. Zudem ist erneut die Barrierefreiheit ein wichtiger Punkt. Es gibt die Vorstellung, im hinteren Teil des Gebäudes einen Fahrstuhl zu installieren, entschieden ist dazu allerdings noch nicht. "Wir sind dabei, einen Baubeschluss vorzubereiten", sagt Müller. Allzu viel Zeit dafür bleibt nicht: Damit die Fördergelder wie bisher fließen können, müsste der Bau 2015 beginnen und ein Jahr darauf abgeschlossen sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.07.2014

Hofmann, Uwe

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