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Baustart für die Theaterwerkstätten - Bis Ende 2015 soll der Neubau unweit der Landesbühnen Sachsen fertig sein

Baustart für die Theaterwerkstätten - Bis Ende 2015 soll der Neubau unweit der Landesbühnen Sachsen fertig sein

Darauf haben die Mitarbeiter der Theaterwerkstätten der Landesbühnen viele Jahre lang gewartet: Am Freitag fand der erste Spatenstich zum Bau des neuen Gebäudes statt.

Radebeul.

Bereits im Dezember 2015 sollen die Theaterwerkstätten fertig sein. Die Landesbühnen haben dafür 6,8 Millionen Euro bereitgestellt. Der alte Bau entlang der Meißner Straße entspricht längst nicht mehr den technischen Anforderungen. Die Landesbühnen, die seit 1950 ihr Stammhaus in Radebeul haben, bekommen nach jahrelangen Diskussionen und Planungen die neuen Theaterwerkstätten auf einem Grundstück zwischen Paradies- und Schuchstraße. Voraussetzung war ein Grundstückstausch zwischen der Stadt Radebeul und dem Land Sachsen.

Der Neubau der Theaterwerkstätten bildet den letzten Abschnitt bei der Sanierung der Landesbühnen: 2001 war das Stammhaus fertig, 2010 nahmen die Schneiderei und die Requisite einen Neubau direkt hinter dem Bühnenhaus in Betrieb. Am 5. Oktober soll die sanierte "Goldene Weintraube" als öffentliche Theaterkantine eröffnen. Der Rohbau ist so gut wie fertig.

Die Fusion der Elbland Philharmonie und des Orchesters der Landesbühnen sei "ein schmerzhafter Prozess" gewesen, räumt Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) ein. Wer Strukturen verändere, müsse später auch Planungssicherheit haben, sagt er mit Blick auf das Bauvorhaben.

Wenn die neuen Theaterwerkstätten erst einmal fertig sind, dürften sich die Arbeitsbedingungen für Ausstattungsleiter Stefan Wiel und seine zwölf Kollegen aus Malsaal, Tischlerei, Schlosserei und Dekorationswerkstatt sowie die vier Mitarbeiter des Fuhrparks enorm verbessern. "Die Kollegen im Malsaal beispielsweise konnten aus Platzgründen ihre Werke nicht von weitem auf sich wirken lassen und deshalb auch nicht sehen, wie sie aus Zuschauersicht wirken", berichtet Till Wanschura, der kaufmännische Geschäftsführer der Landesbühnen Sachsen. Die Galerie im neuen Malsaal werde ihnen nun die Möglichkeit geben, ihr eigenes Werk auch aus der Ferne zu begutachten. "Wir sind heilfroh, dass wir das, was die Künstler schon immer machen, nämlich professionell arbeiten, auch werkstatttechnisch umsetzen können", sagt Wanschura.

Bei dem Neubau in unmittelbarer Nähe des Stammhauses handelt es sich um ein langgestrecktes, überwiegend eingeschossiges Gebäude. Lediglich im mittleren Bereich soll es über der Schlosserei und der Tischlerei ein Obergeschoss mit Büros und Umkleiden geben. Das Erdgeschoss gliedert sich in vier Hallenabschnitte. Darin werden zum einen die Dekorationswerkstatt sowie das Dekorations- und Schranklager, zweitens die Schlosserei, die Tischlerei und die Modellwerkstatt, drittens die Montagehalle mit dem Transportvorraum und schließlich der Malsaal mit der Galerie Platz finden. An der Nordseite sollen große Glasflächen für Helligkeit in den Werkstätten sorgen. Der Malsaal und die Montagehalle erhalten zusätzliches Oberlicht. Das Dach wird begrünt. Die Außenanlage umfasst den Werkstatthof südlich des Gebäudes mit Anlieferungsrampe, Pkw-Stellplätzen und Fuhrpark. Die historischen Einfriedungen werden wieder instandgesetzt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.08.2014

Katrin Richter

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