Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Baubeginn im Sommer – Bolzplatz in Sörnewitz weicht Siedlungsgebiet

Coswig Baubeginn im Sommer – Bolzplatz in Sörnewitz weicht Siedlungsgebiet

Drei Tischtennisplatten, Kegelbahn, Grillplatz und eine mit Holzwänden eingehauste Spielfläche mit Basketballkörben und Fußballtoren – das ist das Freizeitzentrum Sörnewitz. Die Tage der Anlage sind nun endgültig gezählt. Sie muss einem Siedlungsgebiet weichen, 13 Einfamilienhäuser sollen an seiner Stelle entstehen.

Voriger Artikel
Pirna lädt am 15. März zum 2. Seniorentag auf den Marktplatz ein
Nächster Artikel
Knapp 20 sächsische Weingüter stellen ihre Jungweine in Freyburg aus

Die Tage des Freizeitzentrums Sörnewitz sind gezählt. Im Juli will Coswig mit der Erschließung eines Siedlungsgebiets an dieser Stelle beginnen.

Quelle: Uwe Hofmann

Coswig. Drei Tischtennisplatten, Kegelbahn, Grillplatz und eine mit Holzwänden eingehauste Spielfläche mit Basketballkörben und Fußballtoren – das ist das Freizeitzentrum Sörnewitz. Die Tage der Anlage sind nun endgültig gezählt. Sie muss einem Siedlungsgebiet weichen, 13 Einfamilienhäuser sollen an seiner Stelle entstehen. Über die Pläne, die Ende 2013 das erste Mal öffentlich wurden, hat es viel Streit gegeben. „Dass der Widerstand so massiv kam, das hatten wir nicht erwartet“, sagt Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) über die Proteste der Sörnewitzer, die vor allem in der Anfangszeit laut wurden.

Inzwischen haben sich die Wogen geglättet, was auch und vor allem daran liegt, dass der letzte große Stolperstein aus dem Weg geräumt wurde: Es wird den von OB Neupold persönlich versprochenen Bolzplatz geben, der die von Freizeitsportlern liebgewonnene Sportstätte am Schulweg ersetzt. Jahrelang hatte man dafür keinen Standort gefunden, zumal es in Sörnewitz selbst keine geeignete Fläche gibt. Zuletzt hatte man versucht, im Zusammenspiel mit dem Verein Motor Sörnewitz, der allerdings am Kahlhügelweg in Neusörnewitz beheimatet ist, eine Lösung zu finden. Die Vereinssportler winkten ab, weil sie mit ihren Flächen eigene Pläne verfolgen. Ein zwischenzeitlich gegründeter Arbeitskreis ist nun fündig geworden. Wo genau, verrät OB Neupold nicht, weil ein entsprechender Vertrag noch nicht unterschrieben sei. Soviel sagt er aber doch: „Es ist näher als der Kahlhügelweg, es gibt dort genügend Parkplätze.“ Das deutet darauf hin, dass man im Gewerbegebiet EWS an der Köhlerstraße einen Partner gefunden hat. Der neue Bolzplatz, der 75 000 Euro kosten soll, wäre dann über die Elbgaustraße leicht zu erreichen. Geplant ist ein Platz, der nicht umzäunt sondern lediglich von Fangnetzen begrenzt wird. „Wollen wir mal hoffen, dass es dort dann keinen Vandalismus geben wird“, sagt Neupold.

Damit kann der OB gerade noch rechtzeitig eine Lösung präsentieren. Denn nachdem die Stadt die unerwartet deftigen Naturschutzauflagen erfüllt hat, soll nun im Juli mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden. Zunächst ist die Sanierung des Schulwegs für rund 105 000 Euro geplant. Dafür fehlt allerdings noch ein Fördermittelbescheid, der Coswigs Kostenanteil auf 30 Prozent reduzieren würde. Gebaut wird erst, wenn das Papier vorliegt, erst dann will man auch mit der Vermarktung der Grundstücke beginnen.

Im nächsten Jahr ist dann der Bau des Parkplatzes mit etwa 30 Stellplätzen für rund 70 000 Euro geplant. Diese sind nicht für das Gebiet gedacht, sondern sollen die Parkplatznot im Dorfkern lindern helfen. Insbesondere bei Veranstaltungen im Handwerkerhof weiß man im Ort oft nicht ein und aus. Ebenso will man 2017 den Abschnitt der Elbgaustraße zwischen Dresdner Straße und Schulweg sanieren. In diesem Zuge sollen auch neue Bushaltestellen entstehen. Da für alle drei Vorhaben – Straßenbau, Parkplatz und Bushaltestelle – unterschiedliche Förderprogramme angezapft werden, können sich im Ablauf auch noch Verschiebungen ergeben. Insgesamt wird mit etwa 250 000 Euro Kosten gerechnet. Zum Gesamtpaket gehört auch der Bau eines kleinen Spielplatzes auf 600 Quadratmetern.

Mit dieser Kalkulation wird Coswig nach dem Verkauf der Grundstücke nicht viel mehr als eine schwarze Null bleiben. Und das auch nur, weil man die Kosten für die naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen auf die Grundstückspreise anrechnet. Dennoch wollte man im Rathaus trotz aller Schwierigkeiten nicht von dem Projekt abrücken, unter anderem weil sich nur an dieser Stelle eine Lösung der Parkplatzknappheit fand.

Wesentlicher Beweggrund ist aber der Wunsch, Häuslebauern etwas anbieten zu können. Coswig steht da im Wettbewerb mit Weinböhla und Meißen, wo zuletzt große Siedlungsgebiete ausgewiesen wurden. In Sörnewitz, einem Ortsteil mit etwa 600 Einwohnern, sei man an die Grenze des Machbaren gegangen, sagt Bauamtsleiter Wolfgang Weimann. Schließlich hat man auch an der Elbgaustraße sechs weitere Einfamilienstandorte erschlossen. Auf zwei von ihnen entstehen bereits Häuser. „Die Nachfrage ist da“, sagt Weihmann.

Von Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr