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Barockschloss Wachau sorgt für Wechselbad der Gefühle

Keine Entscheidung über Verkauf Barockschloss Wachau sorgt für Wechselbad der Gefühle

Das gemeindeeigene Barockschloss bescherte den Gemeinderäten in den vergangenen Jahren ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Die Kommune weiß mit dem zwischen 1730 und 1745 erbauten Wasserschloss nichts anzufangen. Zudem herrscht chronische Ebbe in der Gemeindekasse.

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Das zwischen 1730 und 1745 erbaute Wasserschloss in Wachau.

Quelle: Werner Peters

Wachau. Das gemeindeeigene Barockschloss bescherte den Gemeinderäten in den vergangenen Jahren ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Die Kommune weiß mit dem zwischen 1730 und 1745 erbauten Wasserschloss nichts anzufangen. Zudem herrscht chronische Ebbe in der Gemeindekasse. Also versucht Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU), wie bereits sein Amtsvorgänger Michael Eisold, die architektonische Kostbarkeit samt Parkanlage und Schlossteich zu veräußern.

Bislang ohne Erfolg. Ein Dresdner Arzt, der dem Schloss für kurze Zeit wieder etwas Leben einhauchte, konnte seine Vision vom Wellnesshotel mangels Kapitalkraft nicht umsetzen. Dann gab es einen Interessenten aus Radebeul, welcher mit dem Anbau von Balkonen liebäugelte. Was aber am Widerstand der Denkmalschutzbehörden scheiterte. Nach dessen Rückzieher wurde das Schloss, was über eine Nutzfläche von 3500 Quadratmeter verfügt, international zum Verkauf ausgeschrieben. Insgesamt zwölf Bieter, darunter ein Interessent aus Syrien, meldeten sich im Gemeindeamt. Nach Prüfung der Offerten sollte schließlich ein auf Altenpflege spezialisiertes Unternehmen den Zuschlag erhalten. Optimisten waren sich sicher, dass aus dem Wasserschloss eine Seniorenresidenz wird, und rechneten für den vergangenen Februar mit einem Vertragsabschluss. Doch der Deal und die damit verbundenen Hoffnungen auf zwanzig neue Arbeitsplätze platzten buchstäblich in letzter Sekunde.

Zwischenzeitlich gab es eine weitere Ausschreibung. Die Bieterfrist endete am 31. Juli. Dem Vernehmen nach sollen allerdings nur zwei Interessenten im Rennen sein. Und diese haben bislang auch noch kein Nutzungskonzept eingereicht, wie es heißt. Bürgermeister Künzelmann deutete an, das sich der Gemeinderat in den nächsten Wochen mit dem Thema beschäftigen wird. Angesichts der aktuellen Konstellation wäre es denkbar, dass es eine weitere Ausschreibung gibt.

Bremsendes Element bei der Käufersuche dürften aber nach wie vor die zu erwartenden millionenschweren Baukosten sein. Dafür winkt im Gegenzug ein wahrhaft fürstliches Anwesen.

Von Werner Peters

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